Barbara Weigand
 Schippacher Jungfrau und Seherin
   St. Antonius-Kirche wo Barbara Weigand fast immer die Tabernakel-Ehrenwache abhielt.
  

Tabernakel-Ehrenwache

Eucharistischer Liebesbund

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 15. November 2018


Einen Damm bilden
gegen Sünde und Treuebruch
 

Die Wallfahrtskirche
von Schippach:
Zeichen des Sieges

 

Ja, der Glaube, die Hoffnung und die Liebe sind's,
die Heilige bilden

Diese drei Hauptgrundtugenden sind aber nicht Menschenwerk. Sie kann sich der Mensch nicht selbst verdienen. Gott der Herr muss sie ihm geben, und er gibt sie dir, du musst nur darum bitten. Darum, mein Christ, nur bitten und anfangen. Siehe, wer klopft, dem wird aufgetan, wer sucht, der findet, wer bittet, der empfängt. Du musst anklopfen an der Gnadenpforte, und ihr alle, ihr alle werdet Einlass finden in diesem liebenden göttlichen Herzen. Denn, wenn ihr Einlass gefunden, und das habt ihr alle, zu denen ich heute abend rede, und auch ihr, ihr alle seid eingeschrieben in das Herz des Lammes Gottes; ihr zählt zu den liebsten Kindern seines Herzens. Also, hört mich, glaubt, dass nichts unmöglich sei, dass ihr alles könnt in dem, der euch stärkt.

Im Dienste des Eucharistischen Königs

 

Jesus:

„Die Kirche in Schippach wird
gebaut werden als Zeichen des Sieges.

Wie sie trotz der welterschütternden Ereignisse doch gebaut wird, so soll aber auch mit ihrer Vollendung der Friede einziehen in die Welt.“
 

 

Geneigte Christen und Freunde der Schippacher Sache,

Dr. Hans Abel, in der Zeit Barbara Weigands aus Schippach Vorstand des Kirchenbauvereins Schippach, schrieb am 23. November 1920 aus Rom: In den Offenbarungen der Barbara Weigand äußerte Jesus immer wieder Sein Verlangen, mit den treuen Kindern der katholischen Kirche einen Bund zu schließen. Es sollte eine Gebetsarmee gebildet und ein Damm gegen die heranstürmenden Fluten des Unglaubens errichtet werden. Dazu verlangte Jesus vor allen Dingen Gebetseifer, Weltentsagung und Leidensmut. Die Mitglieder des Liebesbundes sollten sich auf das Innigste mit Seinem göttlichen Herzen vereinigen und ein Leben ganz in Seinem Geiste, das heißt, in und mit der Kirche führen. Deshalb wurde den Mitgliedern der tägliche Empfang der heiligen Kommunion, die Teilnahme an allen kirchlichen Veranstaltungen (Rosenkranzgebet, Maiandacht, Wallfahrt), die Fernhaltung von den weltlichen Vergnügungen und Lustbarkeiten und die willige Erfüllung der Berufspflichten mit der geduldigen Hinnahme der Mühseligkeiten dieses Lebens empfohlen.

Jesus wies eindringlich auf den zunehmenden Unglauben der Zeit hin, der alles zu verschlingen drohe, kündigte schwere Strafgerichte an und forderte zur Sühne und zur Buße auf, was inzwischen für jedermann erkennbar, erfahrbar und unterschätzt wird.

 

Barbara Weigand handelte in Vollmacht Gottes.

Ihre Vollmacht ward vom Herrn selbst
mehrfach eindrucksvoll bestätigt

 

Am 3. Donnerstag im Januar 1896

Jesus: „Ich habe dich gesetzt als ein Zeichen, das Ich den Völkern geben will, wie Ich immer tue zu Zeiten, wo Mein Volk abgewichen ist vom rechten Weg und wenn Ich im Begriffe stehe, dasselbe strafen zu wollen. Du sollst Meinem Volke ankündigen, daß der Arm Meiner Gerechtigkeit gespannt ist auf die Völker, und daß diesem Arm Einhalt getan werden kann durch die Buße und die Besserung der einzelnen Seelen, und daß dieses erstrebt werden muß und geleistet werden soll von jenen Seelen, die Ich durch Meine Gnade und durch Meine Liebe an Mich gezogen habe. Ich habe nur eine wahre Kirche gestiftet, und dies ist die Katholische Kirche. Ich habe ihr Meinen Geist hinterlassen und dieser Geist soll in jedem Meiner Diener sich äußern, er soll Meinen Kindern Meine Geheimnisse erschließen. Tuet Buße, tuet Buße, tuet Buße ihr Völker, denn das Gericht ist nahe! So soll von allen Kanzeln herab und aus allen Beichtstühlen heraus Meinen Kindern entgegengerufen werden; denn Ich bin ein guter Gott.“

 

Am Herz-Jesu-Fest 1897

Jesus: „Seht, einen Liebesbund will Ich errichten und alle, die glauben, daß Ich im Allerheiligsten Sakrament zugegen bin, müssen zu einem Bund zusammentreten, denn Ich wiederhole euch, daß die Zeit gekommen ist, wo Satan mit aller Wucht, mit aller Entschiedenheit, mit aller Energie auftritt in Meiner sichtbaren Schöpfung.“

„Die Zeit ist nun gekommen, wo Satan schrecklich wütet, wo er alles zu verschlingen droht, und wartet nur noch ein paar Jährlein und ihr sollt sehen, wie Satan sein Reich aufschlägt, welche Triumphe die Hölle feiert. Darum heißt es einstehen mit aller Entschiedenheit, einstehen für Meine Rechte. Du, Meine jungfräuliche Braut (die Kirche), bist tiefbetrübt, du dauerst Mich, weil du so traurig einhergehst. Du bist tiefbetrübt wegen deiner Kinder, die du so sehr beweinst, und die du wiedergewinnen möchtest. Ich möchte sie dir alle wieder zuführen. Aber sieh, Ich brauche Stützen, Ich brauche Helfer und Gehilfinnen, und diese Stützen und Gehilfinnen sind die treuen Kinder der Katholischen Kirche.“

 

Am 3. Freitag im Juli 1897

Jesus: „Es wird die Zeit kommen, wo sich einer am anderen ärgern wird, weil die Menschen sich selbst überlassen sind. Und doch soll die Welt gerettet werden und doch ist dies alles nur ein Beweis Meiner göttlichen Liebe. Nicht verderben will Ich den Menschen, sondern nur retten mit der Zuchtrute. Fahret nur so fort wie seither, im Stillen zu verbreiten an den Seelen, die euch zugeführt werden und ihr werdet noch Wunder der Freude erleben.

Es wird die Zeit kommen, wo ihr gleichgültiger, ja so gleichgültig allem gegenübersteht, daß ihr euch wähnt, im Paradies zu leben inmitten der größten Trübsal.

Ja, Ich verspreche euch dieses, und allen denjenigen, die mit euch gleichen Schrittes gehen, die arbeiten an der Verbreitung des Liebesbundes, daß sie mitten in der Trübsal in solchem Trost schwimmen werden, als ob es lauter Liebkosungen und Tröstungen für sie sein sollten.“

 

Am 4. Oktober 1897 am Fest des heiligen Franziskus

Jesus: „Und welches sind denn Seine Befehle? Die Menschheit zurückzuführen zum Tabernakel. Dieses wünscht der Herr. Er wünscht, die Christenheit zurückzuführen zum ersten Geist des Christentums, die Christen zu scharen um Seinen Altar, die Christen an Seinen Tisch zu führen.“

 

Am 1. Donnerstag im September 1898

Jesus: „Jeder kann dieses Leben führen und muß es führen. Und jeder, der sich da anschließen will, muß, weil er da viel Kraft und Gnade braucht, sich oft einfinden am Tische des Herrn¸ denn durch diese Armee, die Ich da bilden werde, soll die Welt gerettet werden, soll Meine Kirche wieder aufblühen und zum Siege gelangen. Darum, wenn auch viele sich noch entgegenstellen, wenn alle eure Vorgesetzten euch mit Verachtung gegenübertreten, wenn niemand glaubt und glauben will, wenn man euch sagt: ‚Der Herr redet die Wahrheit, da gibt es kein Fehlen, kein Abweichen von der Wahrheit’, dann verhaltet euch ruhig und klammert euch an Mich an. Und doch ist es die ewige Wahrheit, die da zu euch spricht, und wenn manchmal etwas verkannt, wodurch es den Anschein hat, als sei die ewige Wahrheit nicht in euch, dann müßt ihr wissen, daß dieses nur zu eurem Besten geschieht, um euch Leiden zu verursachen; denn ihr seid gar armselige Menschen und müßt immer wieder abgestreift, geläutert und gesiebt werden, und wie kann Ich euch anders läutern und sieben als durch solche Dinge, die euch Verachtung und Spott eintragen.“

 

1088 - Am 19. August 1916

„O die armen Schriftgelehrten (auch Bischöfe und Prälaten), wie tief gedemütigt werden sie dastehen, wenn nun du als ihr Stern zu leuchten beginnst.“ Warum tun sie sich das nur an? Warum sind sie so verstockt, warum die Menschen so in ihrer Ablehnung blind?

Jesus: „Immer geheimnisvoller werden nun die äußeren Umstände, mit denen Ich dich deiner gänzlichen Vollendung entgegenführe. Doch du weißt, daß Ich Mich nun auf dich aufbaue, und daß die Stunde dir gänzlich verborgen bleiben wird, in der deine Vollendung eintritt. Eine weitere Stunde bleibt ebenso verborgen und wird mit den gleichen Umständen vorbereitet, und das ist dann die Stunde Meines Erscheinens in den Wolken. Niemand wird diese Stunde wissen, und so sollst auch du völlig dich darüber im Unklaren wissen. Was Ich nun gegenwärtig von dir verlange, ist, daß du Meine Wünsche und Befehle genau und pünktlich befolgst und im übrigen dich kindlich gibst, und auch ungezwungen mit den lieben Deinigen, die um dich sind, verkehrst. Bewundere immer wieder die göttliche Vorsehung, die dich so wunderbar führt und alles, was dich betrifft, bis ins Kleinste lenkt und leitet.

Wie ein großes Kleinod wirst du beschützt, behütet und bewacht von seligen Geistern, und ohne, daß du der Nähe der Heiligen dir bewußt bist, sind immer abwechselnd welche bei dir. Soll bei diesen Gedanken nicht dein Herz jubeln in unendlicher Wonne; denn deine Aufgabe ist ja gegenwärtig nur die eine, Meine Wünsche und Befehle zu befolgen. Denke nun nicht mehr daran zu ergründen, was nun die Zukunft bringt, denn eine kleine Spanne Zeit und die Geheimnisse von unendlicher Höhe liegen vor dir wie im reinsten Tageslicht, und die ganze Sturmperiode wirst du bis ins Kleinste durchschauen.

O dieses Gotteswerk wird groß und unleugbar werden, und darum mußten auch über Meiner Friedenskirche so schwere Stürme toben. O die armen Schriftgelehrten, wie tief gedemütigt werden sie dastehen, wenn nun du als ihr Stern zu leuchten beginnst. Wie haben sie nun alle Künste der Wissenschaft angewendet, um alles aus der Welt zu schaffen, und dennoch läßt ihnen ihr Geist keine völlige Ruhe darüber. In jedem Priesterherzen, in dem noch ein kleines Fünklein von Mir lodert, beginnt von Zeit zu Zeit ein Aufleuchten, und doch ist es noch nicht Zeit, daß ihnen dieses Licht zuteilwird. Nein, um ihre Demut tief zu erproben, werden ihnen die Geheimnisse durch dich eröffnet werden. Das wird dann der Prüfstein für ihre Demut sein. Nun wirst du begreifen, warum Ich es zulasse, daß sie so im Finstern sind, denn desto größer ist nachher für sie die Demütigung, und diese Demütigung wird der Weg zu Meinem göttlichen Herzen sein. Also, liebe Braut, diese Worte nun seien wieder ein neuer Ansporn, in aller Demut und Ergebung die Stunde Meiner Ankunft abzuwarten.

Seid gesegnet Meine teuren Lieben alle.“

 

1089 - Am 22. August 1916
Thema: Sühne

„Der Schlachtruf Muss nun vorläufig Heißen Selbstheiligung.“

Jesus: „Ein sehr ernstes Bild möchte Ich dir heute vor Augen führen, das nun oft deinen Geist beschäftigen soll. Wenn ein Feldherr eine Schlacht in Aussicht hat, dann ist er auch bemüht, sein Heer in guter Verfassung zu wissen und läßt sie dann auch mit allen erforderlichen Waffen ausrüsten. Der politische Krieg nun, wie war er ein Vorbild für das, was nun für Meine heilige Kirche anbricht. Ich als oberster Feldherr dieses nun drohenden Kirchenkrieges, Ich will nun auch Mein Heer sammeln, die sich ganz zu Meinem Kreuz und Meiner Fahne stellen, und will sie nun ausbilden und mit Waffen versehen, die dem Feinde dann zum Zusammenbruch werden müssen. Nun will Ich den Gnadenschatz Meines göttlichen Herzens, den Ich für diese letzten Zeiten aufbewahrt habe, gänzlich eröffnen und durch Meinen geliebten Stellvertreter, Papst Benedikt XV, austeilen lassen. Zu diesem Heere, das Ich nun zur Mobilmachung aufrufe, gehört an erster Stelle die Schar der Seelenhirten, die Priester.

Du hast voriges Jahr Meinem geliebten Benedikt (Hl. Papst Benedikt XV.) Meine Wünsche überbringen dürfen, doch dieses Jahr noch mußt du ihm nicht nur Meine Wünsche, sondern sogar Meine Befehle überbringen, denn sonst könnte Meine heilige Kirche unausgerüstet auf den Kampfplatz treten müssen, denn der Feind ist eifrig daran, sich aufzurüsten.

Wenn dann die wirklich guten und eifrigen Priester fest zum Heiligen Stuhl stehen, dann müssen auch die wahrhaft guten Laien auf diese so furchtbar ernste Zeit aufmerksam gemacht werden, und durch Einführung des Sühneordens des göttlichen Herzens zur Heilung geführt werden. Eine strengere Regel als die bisherige des Dritten Ordens wird dann ihnen übergeben, und Meine Gnade wird ihnen durch Benützung aller dargebotenen Gnadenmittel reichlich zufließen.

Hauptbedingung:

o tägliche heilige Kommunion,
   
o eifrige Verehrung Meines göttlichen Herzens,
   
o vollkommene Andacht zu Maria,
   
o Verehrung des Kostbaren Blutes,
   
o Einhaltung der Sühnemesse und der Gebote,
   
o Beitritt zur Ehrenwache (Tabernakelehrenwacht),
Bewahrung und Befolgung der heiligen Sakramente,
darunter beständig auch das Buß- und Beichtsakrament,
   
o eifrige Verehrung der Heiligen und der Engel.

„In jede einzelne Seele werde Ich verschiedene besondere Gnaden einlegen, damit dann alle ein Ganzes ausmachen.

Ja, dieses Heer aufgereiht zur Schlacht, wie wird es dann dem Satan furchtbar werden, wenn alle ausgerüstet sind mit dem Schilde des Glaubens, dem Panzer der Gerechtigkeit und dem Helm des Heiles. Mag dann auch der Satan seine Angriffe unternehmen, er wird dieses Heer niemals besiegen, denn sie werden auf ihrer Stirne Mein Siegel tragen, und einmal wird dann der Tag kommen, wo Meine Heilige Kirche glorreich auferstehen wird.“

 

1090 - Am 23. August 1916

„Alles in Christus erneuern!
Ja, wie ein Schlachtruf erscholl dieses,
doch es schien unausführbar.“

Jesus: „Wiederum stehst du, teure Braut, am Vorabend deines Sühneleidens, und wiederum habe Ich dir so vieles zu sühnen bereitet. Wie auf ein Brandopfer lege Ich wieder alles auf dich nieder, du aber wirst mit jedem Freitag neue große Gnaden erhalten. Als einst am Kreuz Mein Herz zu schlagen aufgehört hatte, fing Mein mystisches Weiterleben im Heiligsten Sakrament an. Dort auf Golgathas Höhen begann schon am Fuße des Kreuzes die eigentliche Herz-Jesu-Andacht durch Maria, Meine himmlische Mutter, den heiligen Johannes und die heilige Magdalena. Welch höhere Vorbilder sind diese drei ersten Anbeter für alle, die das Herz von Mir aufrichtig verehren. Durch alle Jahrhunderte habe Ich Mir immer wieder solche Werkzeuge auserwählt, die mit glühendem Eifer, aber auch mit großen Leiden und Widersprüchen diese Andacht weitergepflanzt haben.

Und nun sind wir in jenen Zeitpunkt eingetreten, wofür die Gnadenschätze sozusagen aufbewahrt worden sind.

Denn wie könnten Meine Auserwählten standhalten inmitten dieser sichtbaren und unsichtbaren Mächte der Finsternis, wenn Ich sie nicht gleichsam mit einem Mantel der Gnade umkleiden würde, damit die feurigen Pfeile Satans ihnen nicht zu schaden vermögen. Einen überaus großen Lichtblick gestattete Ich Meinem nun heiligen Papst Pius X. Als brennendes Feuer war er bemüht, die Gnadenschätze zu öffnen und hineinzuschauen in jene furchtbare Zeit, die nun kommt.

O wie vieles mußte auch er dulden, denn er liebte und fühlte auch mit Mir, und konnte es fast nicht fassen, wenn er zusehen mußte, wie die gesamte Menschheit dem verderblichen Zeitgeist zum Opfer fiel. Da erklang seine Stimme hinein in dieses Gewirr der Menschen mit den Worten: ‚Alles in Christus erneuern!‘ Ja, wie ein Schlachtruf erscholl dieses, doch es schien unausführbar. Ja, Ich habe es gewußt, daß sein edles Bemühen ihm nur Leiden bringen werde, doch nun glänzt er in unvergänglicher Glorie, und als inniger Vater seiner geliebten Priester steht er als Fürbitter am Throne Gottes. Was seine Bitten nicht vermochten, das müssen nun die Heimsuchungen bewirken.

O wie taumeln die Menschen umher, denn nun werden sie aufgerüttelt aus ihrem Sündentaumel, und ach, so viele verstehen nicht die ernste Mahnung Gottes. Und doch muß nun das Zeitalter der heiligen Eucharistie anbrechen und nur der wird gerettet werden, der sich voll und ganz zu Mir wendet und seine Kraft schöpft aus dem nie versiegenden Gnadenquell Meines göttlichen Herzens.“

 

 

1091 - Am 24. August 1916

„Diese zweiten Schriften, die nun durch dich entstehen, werden ihn über alle Zweifel hinwegheben, daß es wirklich Gottes Werk ist.“

Jesus: „Gegenwärtig stehst du, Meine liebe Braut, in einer ganz geheimnisvollen Übergangszeit, und du betrittst nun mit jedem Freitag eine weitere Stufe in dem Weinberg Meiner heiligen Kirche. Während dieser neun Stufen nun wirst du wieder ein Schreiben an den geliebten Papst Benedikt schreiben und ihm wiederum Meine Befehle überbringen. Wohin Ich dich zu diesem Zweck führe, wird dir bald bekannt werden. Dies wird das Ende sein für das Ringen Meines Stellvertreters, und du wirst dann deine Bestätigung erhalten. Opfere nun deine morgigen Leiden ganz für den Heiligen Vater auf, denn schwere Kämpfe toben in seiner Seele. Wie tief schmerzlich bewegt ihn der furchtbare Völkermord. Die Schriften, die durch dich entstanden sind, haben ihn schon so oft beschäftigt, und jedes Mal beim heiligen Meßopfer lege Ich einen neuen Keim in sein Herz. Er umfasst die ganze gefährliche Lage der heiligen Kirche. Und schon längst ist es ihm klar, daß Gott Selbst eingreifen muß und Hilfe vom Heiligtum senden wird. Diese zweiten Schriften, die nun durch dich entstehen, werden ihn über alle Zweifel hinwegheben, daß es wirklich Gottes Werk ist. So wirst du mit Meiner Mitwirkung dann zum Dienst der heiligen Kirche für befähigt erklärt werden, und darum mußt du nun auch deinen von so vielen Leiden zum Tode ermatteten Körper noch vorher stärken. Das Freitagsleiden wird dir immer neue Gnaden bringen für Leib und Seele, und du wirst dich immer kräftiger fühlen, dein Werk anzutreten.

Deine Leiden werden nun mit jedem Freitag vermehrt und darum werde Ich dir immer die näheren Umstände Selbst erklären. Freue dich immer inniger in deiner seligen Vereinigung, denn nach so vielen furchtbaren Leiden gönne Ich und mit Mir der ganze Himmel dir diese Freude. Wenn dann dein Freitagsleiden zur Bekehrung der Sünder dienen muß, dann wird es ganz andere Begleiterscheinungen haben. Solange es für die Priester ist, wird es nur mystisch sein, und desto verdienstvoller wird es der himmlische Vater annehmen, denn nun mußt du noch im stillen dulden. Diese Leiden werden auch nie der Grund zur Bestätigung des Heiligen Stuhles werden, denn niemals könnte Ich jetzt Meine Diener der heiligen Kirche dazu bringen, solche Gnaden kirchlich zu bestätigen. Ganz andere Stufen sind es, die dich emporführen zum Stuhle Petri. Teure Braut, sei nun gesegnet von Mir und bleibe immer, wie bisher, ein Kind.“

 

1092 - Herz-Jesu-Freitag am 1. September 1916

„Welch’ harte Leiden und tiefe Demütigungen liegen nicht nur für Mein gesamtes Volk bereit, sondern für jede einzelne Seele.“

Der heilige Franziskus antwortet Barbara Weigand auf Fragen: „Meine Tochter, in der Zeit, da ich auf Erden lebte, und ich in dieses sterbliche, armselige Fleisch gekleidet war, war ich derselbe Mensch, wie du bist.

Auch ich war ein armer Sünder wie alle Kinder Adams, und es ist ein großer Fehler von denjenigen, die die Lebensabrisse von solchen Personen aufzeichnen, die in der Kirche Gottes gewirkt, die da der Kirche zum Vorbild stehen in der Weltgeschichte, daß man ihre großen Taten rühmt, die ja nur Werke der göttlichen Liebe sind. Denn alle Großtaten, die aufgezeichnet sind von Brüdern und Schwestern, sind nicht ihre Werke, ihr Verdienst.

Viel schöner wäre es, wenn das Leben aufgezeichnet wäre, wie es vor sich ging, so einfach, wie es war, der Menschheit zum Vorbild und Muster, damit alle sehen könnten, wie wenig der Herr verlangt. Denn es ist wahr, von dem Augenblick an, als ich mich entschlossen hatte, den schmalen Weg zu gehen, meinem Gott treuer zu dienen, da hatte ich aber auch keine Stunde mehr zu verzeichnen, in der ich noch einmal eine Umschau in der Welt hätte halten wollen.

Mein einziges Streben war nur für die andere Welt gerichtet, die ich schauen könnte, in jene übernatürliche Welt, an der wir alle die ganze Ewig­keit Anteil erhalten und genießen sollen. Aber deswegen hatte ich auch mei­ne Armseligkeiten. Auch ich war Kind Adams und blieb mit vielen Fehlern befleckt, wenn auch kleinen Fehlern. Aber, und dies ist die Hauptsache, ich hing nicht an meinen Fehlern. Ich ließ dem Walten Gottes in mir freien Lauf. Ich hörte auf die Stimme Gottes, die in mir sprach, denn dieses ist die Stimme Gottes.

Diese Stimme, die in jedem von euch gerade so spricht wie in mir, sollte befolgt werden, und ihr alle könnt denselben Weg wandeln, wie ich ihn ge­wandelt bin, nicht als ob ihr alles verlassen müsstet, wie ich getan. Ja, ihr müßt es verlassen, aber nicht in dem Sinn, als ob ihr alle bestimmt wäret, ins Kloster zu gehen, ein abgesondertes Leben zu führen. Nein, aber doch sage ich euch, ihr alle, die ihr mir nachfolgen wollt, ihr könnt es, ja, alles müßt ihr verlassen im geistigen Sinn.

Du stehst in der Familie, du bist nicht bestimmt für ein Kloster, du hast Umgebung. Obwohl du nicht Familienvater und Mutter bist, hast du doch solche um dich, auf die du einwirken kannst, denen du ein gutes Beispiel ge­ben sollst und geben kannst, ohne es zu wissen. Sieh, der Herr verlangt zwar von dir, daß du ihm eifriger dienest und mehr tust als andere. Er hat dir alles so gelegt, daß du es tun kannst und sollst, denn er verlangt Seelen, die sich für andere einsetzen.

Aber doch, sage ich dir, vieles kannst du richten und vieles auf andere ausüben, wenn du nachgiebig bist und sorgst, daß diejenigen, mit denen du leben mußt, eine freie Stunde haben können. Dies wird dir ebenso angerech­net, als wenn du selbst diese Stunde genießen könntest im Gebet und im Ver­kehr mit Gott. Es ist Arbeit in der Familie, und wenn du dich einsetzt mit all deiner Kraft und dabei dein Herz mit deinem himmlischen Bräutigam be­schäftigst, bist du ebenso im Gebet als wie ich es war im grünen Wald, wo ich mich einzig und allein mit dem höchsten Gut beschäftigte.

Denn die Aufgabe, die ich zu lösen hatte, war eine ganz andere wie die deinige. Ich war dazu bestimmt, der Vater einer ganzen Genossenschaft zu wer­den, der Vater einer großen Familie, und um diesen Plan auszuführen, ob­wohl mir alles diktiert war, brauchte ich doch Seelenstärke und Seelengrö­ße, und ich mußte mich manchmal in stille Einsamkeit zurückziehen, um nachzudenken über das Werk, das ich zu stiften begonnen habe.

Du Vater, du Mutter, du Klosterfrau, ihr alle könnt mir nachfolgen, nur müßt ihr euch merken, daß die Heiligen nicht an einem Tag heilig geworden sind; daß es Aufgabe eines ganzen langen Lebens ist. Und wenn ihr euch so unvollkommen seht, dann werdet nicht mutlos, dann fangt wieder an wie am ersten Tag und so an dem zweiten und dem dritten, immer wieder von neuem anfangen. Wirst du erwischt über einem Fehler, dann verdemütige dich in deinem Herzen und kümmere dich nicht weiter ob des Tadels, der dir wegen deiner Fehler zukommt. Glaub ja nicht, es sei nichts zu machen mit dir, alle Leute sähen es dir an, wie unvollkommen du seiest. Nein, geh ruhig weiter, und wenn die ganze Welt dir sagt, du seist ein großer Sünder. Sei du es nur in deinem Herzen, in deiner inneren Erkenntnis, dann aber raff dich auf und wende dich zu deinem Gott hin und sage ihm: und doch will ich heilig werden. Glückliche Kinder, wie ihr seid, euch hat der Herr berufen, seine Stimme zu hören und zu verstehen.

Ja, der Glaube, die Hoffnung und die Liebe sind`s, die Heilige bilden. Diese drei Hauptgrundtugenden sind aber nicht Menschenwerk. Sie kann sich der Mensch nicht selbst verdienen. Gott der Herr muß sie ihm geben, und er gibt sie dir, du mußt nur darum bitten. Darum, mein Christ, nur bitten und anfangen.

Siehe, wer klopft, dem wird aufgetan, wer sucht, der findet, wer bittet, der empfängt. Du mußt anklopfen an der Gnadenpforte, und ihr alle, ihr alle werdet Einlass finden in diesem liebenden göttlichen Herzen. Denn, wenn ihr Einlass gefunden, und das habt ihr alle, zu denen ich heute abend rede, und auch ihr, ihr alle seid eingeschrieben in das Herz des Lammes Gottes; ihr zählt zu den liebsten Kindern seines Herzens. Also, hört mich, glaubt, daß nichts unmöglich sei, daß ihr alles könnt in dem, der euch stärkt.

Und wenn der Herr sein Kreuz abstellt vor eurer Tür, um ein bißchen auszuruhen, dann, anstatt ihn fortzutreiben durch eure Ungeduld, euren Zorn usw., ladet ihn noch freundlich ein und saget: Ja, dies Kreuz will ich tragen, solang und soviel du willst. Dann wird der Glaube Wurzel fassen immer tiefer in euren Herzen. Ihr werdet das Kreuz tragen, und zwar mit Geduld tragen. Und wenn es noch so schwer ist, ihr werdet es dennoch tragen und so Schritt für Schritt höher steigen auf dem Weg zum Ziel.

Und wenn es dann immer steiler wird, wenn zum körperlichen Leiden, zur Armut und Drangsal aller Art noch andere Leiden kommen, Prüfungen in euch und um euch, so daß ihr nichts mehr seht als Leiden, wohin ihr auch schaut, wenn alles finster ist in eurem Herzen, wenn, wie es scheint, das Licht der göttlichen Gnade ausgegangen ist und ihr glaubt, irregeleitet zu sein, dann nehmt die Hoffnung zur Hand, dann hofft, daß einmal der Herr unverhofft einsteigen werde in euer Lebensschifflein und das Licht wieder aufgehen werde in eurem Herzen.

Und sollte es auch jahrelang dauern, einmal kommt wieder Licht, einmal wird euch das Kreuz abgenommen von dem Herrn und ihr seid schon auf dem Weg eine große Strecke weiter. Ihr habt schon einen weiten Schritt gemacht, guten Fortschritt gemacht auf dem Weg zur Vollkommenheit, da die Liebe bei all dem, was ich euch gesagt, ohnedies schon dabei ist. Denn sie ist die erste Tugend, die dem Menschen gegeben ist. Wenn er glaubt, daß er einmal eingehen werde in die Herrlichkeit Gottes, dann ist die Liebe schon bei ihm. Sie beflügelt seinen Glauben, sie belebt ihn.“

Der Gute Hirt kennt uns alle. Er weiß um unsere Vergangenheit. Keine Sünde ist Ihm verborgen geblieben. Einen jeden von uns kennt Er durch und durch, bis auf den tiefsten Punkt seiner Seele. Keine Untreue hat Er übersehen. Aber auch die guten Taten unseres Lebens sind Ihm nicht entgangen. Er kennt den Starkmut, mit dem wir in Versuchungen gekämpft, den Opfermut, mit dem wir unser Kreuz getragen, die Treue, mit der wir unseren Beruf gelebt; die Sorgen, die wir mit unseren Angehörigen gehabt. Der Gute Hirt weiß um unsere Gegenwart. Was wir denken und wollen und wünschen und hoffen und fürchten, ist Ihm bekannt. Er übersieht nicht, was uns weh tut, was uns zu schaffen macht, was uns zusetzt.

Ihm sind unsere Schwachheiten und Gebrechen und alle guten Regungen unserer Seele bekannt. Der Gute Hirt weiß um unsere Zukunft, wie lange wir noch leben und was in dieser Zeit alles über uns kommen wird; Er schaut jetzt schon unseren Tod, unser Gericht, unsere Ewigkeit. Dieses Wissen des Guten Hirten ist nicht kühl und kalt, sondern tröstend und beseligend, voll Wärme und heißer Liebe, tiefglühender, tiefgeröteter Liebe. Wenn niemand uns versteht und traut, hat Er Seine guten Augen auf uns gerichtet und spricht Worte gütigen Verstehens, Wort des Lebens, Worte verzeihender Liebe und helfender Kraft in die geprüfte Seele hinein: Ich kenne dich und deinen guten Willen; Ich weiß, dass du Mein getreuer Knecht, Meine demütige Magd sein willst.

Die Schriften der Barbara Weigand führen ein in eine solche Überlegung, sind uns als geistiges Vermächtnis anvertraut, sind an uns gerichtet und fordern auf, uns aufzumachen und Ihn, den Guten Hirten auch in uns zu suchen und mit Ihm Zwiesprache zu halten, uns vor dem Tabernakel niederzuknien, um Ihn, der Sich klein gemacht hat in einer Hostie, um unter uns sein zu können, immer bei uns bleiben zu wollen, um uns um Ihn zu scharen, damit Er von uns geliebt, in Treue begleitet und in Gehorsam zu Gott unser Leben fristen zu können.

 

Mariä Verkündigung 1898.

Maria, U.L.Frau von der Immerwährenden Hilfe: „Seht, Meine Kinder, so viel ist eine Seele wert, eine Menschenseele, daß es der ganzen Heiligsten Dreifaltigkeit nicht zu geringfügig ist, sie schon hienieden einzuführen in Ihren Heilsplan, sie teilnehmen zu lassen an Ihrem Rate, sie eindringen zu lassen in Ihre Ratsversammlung, und diese Versammlung, diese entzückende Schönheit und schöne Lieblichkeit, soll der arme Mensch die ganze Ewigkeit genießen und besitzen und in ihr wohnen. Ist es da nicht der Mühe wert, eine Zeitlang im Dunkeln zu wandeln und zu glauben, was der Herr durch Seinen Sohn verkündigen ließ, was der Herr, nachdem der arme Mensch abgefallen war von seinem Schöpfer, wiederherstellte und gutmachte durch diesen Seinen eingeborenen Sohn, den Er hineingeschickt in Seine sichtbare Schöpfung, und dieses Reich, von dem Er dort ausging, in die Schöpfung hineinbrachte. Dieses Reich, das da Seine heilige Kirche ist, hat hienieden schon Teil an den Geheimnissen der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.

Den Ort, den du dort geschaut, Meine Tochter, die Stadt, die du nicht zu begreifen und zu beschreiben imstande bist, hat sich abgespiegelt und erneuert auf dieser unwirtbaren Erde in der Heiligen Katholischen Kirche.

Dort im stillen Tabernakel ist derselbe Ort, dieselbe Lieblingsstätte, wie du sie geschaut in den Versammlungen der Seligen, wohin ihr alle nach dieser Pilgerfahrt gelangen sollt, und ganz sicher, so wahr Mein Sohn lebt, so wahr Er auf Erden erschienen und Mensch geworden, werdet ihr dereinst alle dahin gelangen und teilnehmen. Aber seht, damit die Guten schon hier auf Erden einen Teil jener Glückseligkeit schauen und genießen, hat Mein Sohn Seinen Thron und den Thron der ganzen Heiligsten Dreifaltigkeit mit Ihm unter euch aufgeschlagen im stillen Tabernakel.

Gebt euch darum alle Mühe, daß recht viele himmlische Geister, das da sind die jungfräulichen Seelen, diesen Tabernakel umscharen und umstellen, wie du ihn soeben geschaut. Siehe, wie dort die Ehrenwächter stehen um den Thron Gottes, so stehen die Jungfrauen hier auf Erden um den Thron der Allerheiligsten Dreifaltigkeit im stillen Tabernakel, nicht allein die Jungfrauen, sondern alle guten, gläubigen Christen, die sich da anschließen an die Jungfrauen.

Merkt euch aber: Es muß die Jungfrau so beschaffen sein, daß sie auch einem Engel, einem himmlischen Geist, ähnlich ist. Sie darf nichts begehren, als nur ihrem Bräutigam zu gefallen, ihr Kleid muß rein sein und unbefleckt, ihre Hände müssen unschuldig sein, gerecht und sich gern erheben im Gebet vor ihrem himmlischen Bräutigam. Darum wünscht Mein Sohn, daß alle die klösterlichen Genossenschaften, die da auf der ganzen Welt zerstreut sind, im Geist recht erneuert werden, nichts Irdisches anstreben, den Weltgeist von sich abstreifen, weil sie in erster Linie die Engel im Fleische sind und sein sollen, diejenigen sein sollen, die den Tabernakel bewachen, die Wacht halten um die Allerheiligste Dreifaltigkeit.

Zweitens wünscht Mein Sohn, daß der jungfräuliche Stand zu Ehren gelange inmitten der Welt, damit die Welt, die da so abgewichen ist vom rechten Weg, überall solche Engel im Fleische wandeln sieht, damit sie fortwährend erinnert wird, daß der Mensch nicht geboren ist, um zu leben, um zu genießen und zu besitzen und dann zu sterben.“


 

Mögen diese Erinnerungen und Mahnrufe uns zu der Bestimmung führen, die unser Herr über die weitere Verwendung Schippachs durch göttlichen Befehl und Willen für alle Zeiten bestimmt hat, und nunmehr uns alle, wie wir zum Vollzug Seines göttlichen Herzens Verpflichtung haben und darin auch einen apostolischen Auftrag erhalten haben, zu diesem Ziel führen. 

Wir wollen der Wahrheit des Herrn über den Auftrag, eine Friedenskirche zum Dank an das Kommunion-Dekret des Hl. Papstes Pius X. über den oftmaligen, ja täglichen Hl. Kommunionempfang und Kinderkommunion mehr und nachhaltiger Geltung verschaffen und uns auch weiterhin an die Spitze der Bewegung stellen und unserem bisherigen Wirken dafür öffentlichen Raum und Gehör verschaffen.

Wir wollen den Willen Gottes an uns  in allem und flügelschnell mit der Mithilfe und in Reihen als unser Hauptmerk erkennen, darin uns Bewährung und Bewahrung suchen, die Freude, ein Katholik zu sein, tief empfinden und ggfs. dafür alles einsetzen, was zu uns gehört und durch das wir mit allem befähigt werden durch die Liebe und Auserwählung Gottes, durch die täglichen Weisungen der hochgeliebten Gottesmutter MARIE, Mutter des Herrn und die Allerreinsten Braut des Heiligen Geistes, das gewähre uns der Allmächtige Gott, der Vater + und der Sohn + und der Heilige Geist. 

Erftstadt Herbst 2018

 

 

Vorbemerkungen.

Nachdem die Kommuniondekrete des Papstes Pius X. erschienen, gab unser Herr Barbara Weigand von Schippach Seinen Wunsch zu erkennen, daß in Schippach eine Kirche zum Dank für Seine unendliche Güte und Liebe, die Er den Menschen im Allerheiligsten Altarsakrament erweist, erbaut werde. Barbara Weigand und ihr Bekanntenkreis wollten zuerst diesen Gedanken nicht erfassen; er mußte ihrem Ideenkreis umso ferner liegen, je schwieriger ihnen die Durchführung eines solchen Werkes erscheinen mußte. Der Herr sprach jedoch immer deutlicher und verlangte direkt ein würdiges Denkmal in Form einer Kirche.

Die von den Schriften der Barbara Weigand begeisterten Freunde, Weltpriester und Ordenspriester, Ordensleute und fromme Gläubige aus nah und fern, steuerten zusammen und ein Baukomitee bildete sich, an dessen Spitze der hochwürdige Pfarrer Metzger[1] von Kelsterbach, Diözese Mainz, stand. Nachdem der in Aussicht genommene Bauplatz unter dem 24. November 1913 von dem H. H. Bischof von Würzburg[2] ausdrücklich genehmigt worden war, wurden die erforderlichen Grundstücke von Freifräulein Maria Edle von Scheibler in Aachen auf ihren Namen erworben und im Frühjahr 1914 mit dem Bau begonnen. Die Pläne der Kirche hatte der Architekt R. Littessen in Mannheim entworfen. Die Bauarbeiten wurden der Firma Koch in Oberursel (Taunus) übertragen.

Zu dem Bau war auch die Genehmigung der Staatsbehörde erforderlich. Ehe diese ihre Zustimmung erteilte, forderte sie das Ordinariat Würzburg zur Stellungnahme auf, wobei diese ausdrücklich darauf hinwies, daß der Bau der Sakramentskirche auf die Privatoffenbarungen der Barbara Weigand zurückzuführen sei. Das Ordinariat Würzburg äußerte sich der Staatsregierung gegenüber dreimal in zustimmendem Sinne, wobei das Ordinariat noch bemerkte daß, falls die Sakramentskirche zur Wallfahrtskirche[3] werden sollte, von Ordinariatsseite alles geschehen werde, um die Pastoration der Wallfahrer zu ermöglichen und auch sicherzustellen. H. H. Bischof Ferdinand von Würzburg selbst war es, der gelegentlich einer Visitationsreise in Rück-Schippach dazu aufforderte, den Kirchenbau zu begünstigen. H. H. Pfarrer Metzger, der das Baukomitee vertrat, stand fortgesetzt in Verbindung mit der zuständigen kirchlichen Behörde in Würzburg, wo insbesondere der Bischof und sein Generalvikar sich als Freunde und Förderer des Baues der Sakramentskirche erwiesen. Die im Frühjahr 1914 begonnene, durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges (1914 bis 1918) vorübergehend unterbrochene, im Jahre 1915 wieder aufgenommene, im März 1916 behördlich eingestellte Erbauung der Wallfahrtskirche in Schippach besaß unzweifelhaft die Zustimmung und Genehmigung aller beteiligten kirchlichen und staatlichen Behörden. Das Bauvorhaben war in allen seinen Teilen (Idee, Zweck, Platz, Pläne, Mittel, Träger) kirchen- und staatsbehördlich durchgeprüft und ausdrücklich genehmigt worden.

Trotz dieser materiell und formell nach jeder Hinsicht in Ordnung laufenden Behandlung der Bausache wurde der Bau, so wissen wir genau,  in den bereits 350 000 Mark verbaut waren und zu dem die weiteren Mittel bereitstanden, infolge einer alle Gesetze der Wahrhaftigkeit mißachtenden Zeitungshetze im Jahre 1916 kirchlich und dann auch polizeilich eingestellt und erst im Jahre 1954 wieder freigegeben.

Die von den führenden Freunden der Schippacher Sache, voran auch H. H. Msgr. DDr. Wilhelm Büttner, Seelsorger und Beichtvater der Schippacher Jungfrau und Seherin Barbara Weigand, erbetene Freigabe des Baues von dem Bischöflichen Ordinariat Würzburg ist immer mit der Behauptung abgewiesen worden, der Heilige Stuhl habe gegen den Weiterbau entschieden, was sich später als eine eindeutige Unwahrheit herausstellte. Die 1916 einsetzende öffentliche Hetze gegen den Kirchenbau, das feindliche Verhalten der Kirchenbehörde in Schippach und letztlich auch die zunehmenden Feindseligkeiten durch staatliche Behörden, besonders des Bezirksamtes in Obernburg, brachten die Schippacher Freunde auf den Plan und verband sie in Einigkeit und gemeinsamen Anstrengungen ohnegleichen.

Neben H. H. Dr. Büttner haben viele Priester in der Schippacher Sache Partei ergriffen für die Sendung Barbara Weigands, so auch H. H. Pfarrer Hugo Holzamer[4] von der St. Kiliansgemeinde Mainflingen im Bistum Mainz. Er schrieb angesichts der ungeheuren und mehr und mehr ausufernden Pressefehde gegen Barbara Weigand und ihr Werk einen handschriftlichen Brief an den damaligen Apostolischen Nuntius Kardinal Frühwirth[5] in München betreffend den Bau der Kirche zu Ehren des Allerheiligsten Altarsakramentes, aus dem wir auszugsweise berichten wollen, zumal dieser Brief auch als ein wichtiges zeithistorisches Dokument aus Priesterhand stammend betrachtet werden muß: Wohl der tiefste Grund des hefti-gen Widerspruchs gegen den Bau der Sakramentskirche in Schippach ist ein von einem Teil der katholischen Presse Deutschlands seit langem tropfenweise, aber konstant und zielbewußt eingerichtetes Verlangen nach einer mehr natürlichen und weniger übernatürlichen Auffassung des kirchlichen Lebens.

Es scheint dies tatsächlich jener modernistische Widerwille gegen das im eigentlichen Sinne Übernatürliche zu sein, jenes moderne Pelagianertums, von welchem die Enzyklika Pascendi sagt, daß man starr vor Staunen den Behauptungen desselben gegenübersteht. Und dieselbe Presse, welche mit einer Heftigkeit sondergleichen den Schippacher Kirchenbau bekämpft, läßt gerade soeben ihre seit langem angelegten naturalistischen Minen gegen alle über-natürlichen Lebensauffassungen springen. Diese Presse ist es, welche soeben die Worte von Dr. Julius Bachem propagiert, demzufolge der Stand der Verehelichten wertvoller für den Staat sei als der Stand der Ehelosen und damit den Vorschlag begründet, die Ehelosen, und daher vor allem die katholischen Geistlichen, in ihrem Wahlrechte zu verkürzen. Dieselbe gegen Schippach vorgehende katholische Presse empfiehlt seit mehr als einem Jahre dem katholischen Volke eine neugegründete „Freie vaterländische Vereinigung“, deren urkundlich festgelegten Grundsätze und Statuten die Reinkultur des frei-maurerischen, Hegelschen Widerchristentums bedeuten und an naturalistischer Verleugnung jedes übernatürlichen Gedankens das Menschenmöglichste leisten. Dieselbe Presse wird nicht müde in der Empfehlung der neuesten Schrift von Dr. Cardauns, welche die Gesichte (Visionen) der Katharina Emmerik angreift und durch diese Angriffe nur jene systematische Arbeit fortsetzt, die immer gerade das, was irgendwie dem frommen Volke zur Erhaltung und Stärkung seiner übernatürlichen Denkrichtung dienen kann, herabzusetzen und unwirksam zu machen sich bemüht. Dieselbe gegen Schippach tobende Presse ist es, die nun schon seit Monaten tagtäglich in der Beschimpfung, Verleumdung, Verhöhnung ausländischer Bischöfe und Kardinäle geradezu Unerträgliches leistet.. Nur mit tiefem Seelenschmerz gewahrt man, wie diese Tendenzen eines modernistischen Naturalismus seit Jahr und Tag, ohne jede öffentliche Beanstandung von kompetenter Seite, in der katholischen Presse sich breit machen dürfen, während eine die Sehnsucht des Volkes nach mehr übernatürlichem Denken und Leben ausdrückende Unternehmung, wie eben jene von Schippach, sofort der  äußersten journalistischen Verfehmung und daraufhin sogar dem Verbot der Bischöflichen Behörde verfällt. Dabei ist das, in Wahrheit,  mit wahrer Begeisterung aufgegriffene Bauprojekt von Schippach vom katholischen Standpunkt aus objektiv betrachtet doch kaum anders als mit Genugtuung und Freude zu begrüßen. Denn die Idee, in dem weltabgeschiedenen, dabei aber leicht zugänglichen und landschaftlich reizenden Tale von Schippach eine dem Gedächtnis der eucharistischen Großtaten Papst Pius X. gewidmete Sakramentskirche zu errichten, welche inmitten der vom Liberalismus und der Sozialdemokratie schwer be-drohten Bevölkerung dieses Maingebietes die großen Welt-erneuerungsgedanken Pius’ X. in wahrhaft monumentaler Weise verkörpern und in das Gedächtnis des Volkes hineinschreiben soll, und besonders auch eine stille eucharistische Zufluchtsstätte für beladene und verwundete Herzen bietet - diese Idee ist so einzig schön, so durchaus katholisch, so wahrhaft pastoral-praktisch, daß sie es wahrlich verdiente, von den ihr etwa anhaftenden Mängeln liebevoll gereinigt und alsdann korrekt durchgeführt zu werden, anstatt daß man wegen etwaiger Mängel das ganze Projekt in Grund und Boden verdammt. H. H. Pfarrer Holzamer fährt in seinem 16-seitigen Brief fort: Kann es überhaupt ein wahrhaft erleuchteter, vom Geiste Gottes getragener Eifer sein, der ein solches gerade dem dringendsten Bedürfnis unserer Zeit entsprechendes, einem durchaus kirchlichen Zweck dienendes, nur mit absolut einwandfreien Mitteln erstrebtes und verwirklichtes Unternehmen so radikal, so bodenlos gehässig, so blind-fanatisch zu vernichten strebt, wie dies die der Schippacher Sache feindliche Presse tut?

Dabei kann nicht übersehen werden, wie gerade in dieses Schippacher Kirchenbau-projekt das katholische Volk seine heiße Liebe und Dankbarkeit für den Papst der täglichen heiligen Kommunion hineingelegt hat. Zu diesem Schippacher Werke als einem doch endlich einmal wieder übernatürlich orientierten Unternehmen hat sich das katholische Volk aus all den „rein natürlichen“, „rein politischen“, „rein sozialen“, „nicht konfessionellen“ Unternehmungen seiner verirrten und irreführenden Presse sich förmlich aufatmend, geflüchtet. Und mit dem über alle Erwartungen großartigen finanziellen Votum für die Sache von Schippach hat das katholische Volk auch äußerlich zwischen seinem wahrhaft katholischen Sinn und dem entkirchlichten Weltsinn des naturalistischen Modernismus entschieden. Was aber kann die Errichtung einer dem Gedächtnis der Kommuniondekrete Pius X. gewidmeten Sakramentskirche schaden? Soll es ein Schaden sein, wenn Tausende und Abertausende, allein schon durch die schöne Idee dieser Kirche angezogen, dort im Sinne Pius X. die eucharistische Erneuerung ihres Seelenlebens in Angriff nehmen? Soll es ein Schaden sein, einen Brennpunkt zu besitzen, an dem das Feuer der Begeisterung für die tägliche und die frühzeitige Kommunion ständig genährt wird und von dort immer mehr sich verbreitet?

Soll es ein Schaden sein, wenn eine Kirche entsteht, in der das Lob des großen Heiligen und Wundertäters unserer Tage, Pius X., auch von seinen Zeitgenossen verkündet und wachgehalten wird? Soll es ein Schaden sein, wenn die Nachwelt, die diesen Papst gewiß der Ehre der Altäre für würdig erklären wird, durch ein monumentales Denkmal erfährt, daß auch die Katholiken dieser Zeit und dieses Landes die Größe dieses Papstes zu würdigen wüßten? Den größten Schaden erwarten die Gegner davon, daß aus dem Bau, wie sie ihn in Verbindung mit jenen sogenannten Privatoffenbarungen glauben, bei einer von seiten des Apostolischen Stuhles erfolgenden Verwerfung dieser Privat­offenbarungen, eine Blamage für die katholische Sache entstehen könnte. Durch die statutengemäß erfolgte, absolute Trennung des Bauprojektes von jenen Privatoffenbarungen ist aber eine solche Befürchtung nichtig. Wer immer aber die hier in Betracht kommenden Privatoffenbarungen nach den Regeln der Theologie und im Geiste der Kirche geprüft hat, wird sicher nur den einen Wunsch hegen: Daß doch nur unsere heutige katholische Tagespresse in Deutschland so wenig gegen Lehre und Geist der Kirche verstoßen hätte und verstoßen würde, wie es in diesen frommen Anmutungen einer katholischen Jungfrau der Fall ist!

Und daß doch dieselbe Presse nur ein Fünkchen jener innigen Liebe zum göttlichen Heiland im heiligsten Sakramente, zu dem göttlichen Herzen Jesu, zu der Allerseligsten Jungfrau, den Heiligen und den Armen Seelen, und nur ein Fünkchen jener Begeisterung für die Sache des Papstes, der Kirche, der Bischöfe und Priester, kurz jenen echt klerikalen, ultramontanen, kirchlichen Geist besäßen, der in jenen so schwer angegriffenen so-genannten Privat­offenbarungen zum Ausdruck kommt und die vereinzelten Unebenheiten und Verkehrtheiten der Ausdrucksweise tausendfach überwiegt.. Sollen denn wir Priester nicht voll Freude und voll Dank gegen Gott es wahrnehmen, daß es auch in unserer ganz ins Irdische versenkten Zeit noch Seelen gibt, die sich in einem über das gewöhnliche Maß hinausgehenden Grade der Beschauung mit Jesus und den Heiligen zu vereinigen wissen?

Ist es denn nötig, daß wir solchen nur am Ewigen und Übernatürlichen ihre Freuden suchenden Seelen stets nur mit der abstoßenden Strenge und Härte begegnen und ihre verhältnismäßig geringen, nicht aus bösem Willen, sondern meist aus Mangel der theologischen Bildung begangenen Inkorrektheiten nur mit einer Gereiztheit und Strenge bestrafen, welche zu der Nachsicht, mit der wir gleichzeitig die bodenlosen Verirrungen der modernistischen Presse behandeln, in gar keinem Verhältnis steht? ..Sollen auch wir Priester gegen jede Regung eines mehr auf das Übernatürliche gerichteten Sinnes uns von einer verirrten Presse den groben Prügel in die Hand drücken lassen, mit welchem der liberale, modernistische Zeitgeist das katholische kirchliche Leben gerade an seiner übernatürlichen Wurzel zu treffen sucht? Soweit H. H. Pfarrer Hugo Holzamer. Es ist auch wichtig festzustellen, daß S. Emn. Kardinal Frühwirth seinen Brief umgehend als Zwischenbescheid beantwortete und ein Treffen mit ihm in Aussicht genommen hat. Aber auch der bekannte H. H.  Jesuitenpater Peter Lippert[6] hat sich eindeutig und schützend vor die Dienerin Gottes, Barbara Weigand, gestellt und die heftigen Angriffe des Subregens des Priesterseminars, H. H. Dr. Vitus Dr. Brander, zum Anlaß einer in Priesterkreisen vielbeachteten „Entgegnung und Richtigstellung zur Infragestellung der Mystik der Barbara Weigand“ genommen und durch seine engagierte Erwiderung und Richtigstellung dem Schreiberling Dr. Brander und seinem „Beraterstab“ in den kirchlichen Amtsstuben in Mainz und Würzburg einen beachtlichen Schlag versetzt. Auch hier haben wir uns entschlossen, wegen des zeithistorischen Geschehens und im Interesse einer umfänglichen Wahrheitssuche, zumal auch von einem in seiner Zeit äußerst bekannten Volksprediger und Literaten katholischen Bibelwissens, eine umfangreiche Wiedergabe dieser Richtigstellungen hierin aufzuzeichnen und in Erinnerung zu rufen. H. H. P. Lippert schreibt u. a.:  In Nr. 11 (vom 18. März 1916) der Münchener Wochenschrift für Politik und Kultur „Allgemeine Rundschau“ veröffentlichte H. H. Dr. theol. Vitus Dr. Brander, Subregens am Priesterseminar in Würzburg, einen Artikel mit der Überschrift: „Das theologische System der Seherin von Schippach.“

Die in diesem Artikel an dem Werke von Schippach geübte Kritik bedarf einer Entgegnung und Richtigstellung, da sie selbst einer objektiven Kritik gegenüber nicht standhält. Schon die Überschrift „Das theologische System der Seherin von Schippach“ schießt über das Ziel hinaus und muß darum irreführend wirken. Dadurch wird auch der ganze Aufsatz zu dem gleichfalls übertreibenden Schlußsatz geführt, es bestehe die Gefahr, „daß die geplante Sakramentskirche in Schippach die Mutterkirche einer neuen Sekte werde!“ Wer so bestimmt den Argwohn der Sektenstiftung, also nicht nur der materiellen, sondern sogar der formellen Häresie und des Abfalls vom Glauben, der Ketzerei im vollendeten Sinne, öffentlich auszusprechen wagt, der muß vor Gott und der Welt den Nachweis erbringen, daß er auch den Charakter, die religiös-sittlichen Eigenschaften und die erwiesene Gesinnung der in Frage kommenden Personen einer einwandfreien Prüfung unterzogen hat.

Diesen Nachweis läßt aber die genannte Kritik vollständig vermissen. Schon um dessentwillen erscheint das "audiatur et altera pars" beachtenswert; denn der ausgesprochene Vorwurf der „raffinierten“ Einschmuggelung eines falschen  Religionssystems ist überaus schwerwiegend und von großer Tragweite für den guten Ruf und die Ehre einer ganzen Reihe mit der Sache in Verbindung stehender Personen. Das Endurteil, das nur der Apostolische Stuhl abgeben kann, und das bereits angerufen ist, steht noch aus. Es ist aber sehr fraglich, ob dieses Endurteil mit dem durch solche weitgehende Kritik arg getrübten Bade jener sogenannter Privatoffenbarungen zugleich auch das, nach der öffentlichen Erklärung des Bischöflichen Ordinariats Würzburg selbst, vollständig unschuldige Kind des „Eucharistischen Liebesbundes“ und der Schippacher Sakramentskirche einfach ausschütten wird.

Wenn solche unschuldigen Kinder bloß wegen des Mißbrauchs, der mit ihnen oder mit sogenannten Privatoffenbarungen getrieben werden kann, regelmäßig umgebracht werden müßten, dann würde bald in der Kirche Gottes überhaupt nichts mehr sicher sein. Denn konsequenter Weise müßte dann auch - genau so wie einst die Reformatoren es wollten - das meiste Gute in der Kirche, ja diese selber vernichtet werden, weil eben mit dem allem und mit ihr selber oft Mißbrauch getrieben wurde und wird. Schon diese Erwägung sollte zur Vorsicht in der Kritik der ganzen Sache mahnen.

Man muß mit eigenen Augen in den aufgezeichneten Anmutungen und Beschauungen der Barbara Weigand  von Schippach gelesen haben, wie diese Person selbst ihre über das gewöhnliche Maß nicht hinausgehende Glaubenser-kenntnis oft sehr gering einschätzt. Erst dann versteht man, wie verkehrt es ist, dieser Person die Absicht der Begründung eines neuen „theologischen Systems“ zuzuschreiben. Des öfteren spricht sie unverhohlen die Befürchtung aus, daß sie infolge ihrer geringen Kenntnis die ihr eingegebenen Gedanken nicht ganz richtig wiedergeben werde. So demütig und offen spricht niemand, der sich in dem Wahn befindet, die Welt mit einem neuen „theologischen System“ zu beglücken. In Wirklichkeit wendeten sich die frommen Anmutungen und Mahnungen der Barbara Weigand gerade gegen ein neues „theologisches System“, das damals, um das Jahr 1896, von Würzburg aus gewaltig rumorte.

Bei der heutigen ungeheuerlichen Verbreitung von Unglauben und Sittenlosigkeit, welche die Menschen von dem Gebrauch der ordentlichen Heilsmittel vielfach gänzlich abgebracht haben, ist der Gedanke und Wunsch durchaus korrekt, daß es Gott gefallen möge, durch außerordentliche Mittel die Menschen wieder zum eifrigen Gebrauch der ordentlichen Heilsmittel zurückzuführen. Wie ehedem zu diesem Zwecke ein hl. Vinzenz Ferrerius, eine hl. Katharina von Siena, ein hl. Franziskus von Assisi, ein hl. Dominikus (Rosenkranz), ein hl. Ignatius von Loyola (Exerzitien), eine sel. Margareta Alacoque (Herz-Jesu-Andacht) besondere Mittel anwendeten, so sollte als außerordentliches Mittel zum gleichen Zweck der Eucharistische Liebesbund dienen. Die Unterstellung, als ob Barbara Weigand durch dieses besondere Mittel die ordentlichen Heilsmittel ersetzen oder ausschalten wolle, ist absolut unwahr. Es soll vielmehr durch den Eucharistischen Liebesbund gerade der lebendige Glaube, der eifrige Empfang der Sakramente, die Nachfolge Jesu im Kreuztragen, die Hochschätzung der Jungfräulich-keit, die wahre und echte Nächstenliebe erst recht empfohlen und immer mehr in Übung gebracht werden.

Notwendig ist es auch nicht, den Grundgedanken und den vorgeschlagenen Mitteln von Barbara Weigand wegen der zum Teil ungenauen Ausdrucksweise einen häretischen Sinn beizumessen. Die angegriffenen Ausdrücke lassen sich alle auch in einem richtigen Sinne auffassen, so zum Beispiel die Worte vom Leiden Jesu in der heiligen Eucharistie. In wie vielen Andachts- und Erbauungsbüchern wird nicht gerade die Gegenwart Jesu im hochheiligsten Altar-sakrament als eine fortgesetzte Verdemütigung, ein fortgesetztes Leiden bezeichnet. In dem von dem Dogmatiker Dr. Heinrich verfaßten herrlichen Gesang- und Gebetbuch der Diözese Mainz heißt es zum Beispiel in der ersten sakramentalischen Andacht Nr. 127: „Ich verlange, Dir (o Jesu im heiligsten Sakramente) für die so vielen Wunden genug zu tun, welche Deinem Herzen täglich geschlagen werden.“

Auch in dem Gebet- und Gesangbuch für das Bistum Würzburg finden sich mehrfach Stellen des gleichen Inhalts, zum Beispiel Seite 141: „Ich bete Dich in tiefster Ehrfurcht an, o mein Jesus, wahres Sühneopfer für unsere Sünden, und opfere Dir diese Huldigung auf zum Ersatze für die gottesräuberischen Misshandlungen, welche Dir von so vielen Christen widerfahren, die sich erkühnen, mit einer schweren Sünde auf dem Herzen sich Dir zu nahen und Dich in der heiligen Kommunion zu empfangen.“ ..Die hl. Margareta von Kortona hörte aus dem Munde des Heilands die Worte: „Die Mich unwürdig empfangen, kreuzigen Mich und reichen mir jenen bitteren Trank, den Mir einst die Juden gereicht haben.“

Der hl. Alphons von Liguori schildert den Gottesraub als etwas für den Heiland gleichsam Unerträgliches.. In allen diesen Worten reden jene gewiß rechtgläubigen Personen nur in einem übertragenen Sinne von einem Leiden Jesu in der heiligen Eucharistie, wobei die dogmatische Lehre von der tatsächlichen Leidensunfähigkeit des verklärten Leibes Christi unangetastet bleibt und als bekannt vorausgesetzt wird. Warum will man nur in den Worten von Barbara Weigand diesen geläufigen übertragenen Sinn nicht gelten lassen?

In einer öffentlichen Versammlung in Mainz wurde Barbara Weigand von einem Geistlichen (!) sehr heftig und in Ärgernis erregender Weise auch deshalb angegriffen, weil sie von einem bräutlichen Verhältnis der Seele zu Jesus Christus redet. Und nun erinnere man sich, wie die Heiligen Schrift des Alten Testamentes bereits ein eigenes ganzes Buch, das Hohelied, gerade auf die Darstellung dieses Verhältnisses verwendet, wie im Neuen Testament Christus Sich Selber als den Bräutigam schildert und wie die ganze Mystik und Scholastik dieses Gedankens sich bedient. Und wiederum das Mainzer Gesangbuch und das Würzburger „Ave Maria“. Ersteres redet in einem uralten, kräftigen Gebete den Heiland mit den Worten an: „O Du meiner Seele allerliebster Blutbräutigam Jesu Christe!“ Nach dem Würzburger Gebet- und Gesangbuch aber (S. 477) wird in der Andacht zum heiligsten Herzen Jesu gemeinsam gebetet: „O allerkeuschestes Herz Jesu, des Liebhabers und Bräutigams keuscher Seelen!“

Auf S. 712 des gleichen Gesangbuches ist das allbekannte und allbeliebte Lied abgedruckt: „O Herr, ich bin nicht würdig, zu Deinem Tisch zu gehn, Du aber mach mich würdig, erhör mein kindlich Flehn!“ Ist das katholische Denken und Beten von heute wirklich bereits derart herabgestimmt, daß man schon an solchen traditionellen, warmkatholischen Ausdrücken Anstoß nimmt? Dann möge man aber zusehen und bei Zeiten dazutun, daß dieser Zeitgeist und diese Scheu vor Schippach nicht noch manch anderes Stück echt katholischen Denkens und Fühlens hinwegreißt! Die Behauptung, daß Barbara Weigand unter dem Wort „lebendiger Glaube“ nur den Glauben an ihre Privatoffenbarungen verstehe, ist einfach unwahr. Zwar verlangt Barbara Weigand, wie jeder anständige Mensch, der sich keiner Lüge bewußt ist, daß man ihr glaube und sie nicht als Betrügerin behandle; aber daß durch diesen menschlichen Glauben der zum Heile notwendige übernatürliche, göttliche, katholische Glaube ersetzt werden soll, sagt sie an keiner Stelle ihrer Anmutungen.

Will man nun aber trotz alledem in der ungenauen Ausdrucksweise der Barbara Weigand die Gefahr der Ketzerei und Sektenstiftung wittern, dann wäre zunächst doch noch festzustellen, ob es einer Barbara Weigand nach ihrem ganzen seitherigen religiös-sittlichen Verhalten, ihrem Charakter, ihrer Gesinnung überhaupt zuzutrauen sei, daß sie sich von der Katholischen Kirche abwenden, und daß sie mit Hartnäckigkeit ihren Anmutungen einen falschen, nichtkatholischen Sinn zugrunde legen, daran festhalten und auch andere in solche Ketzerei hineinziehen wolle. Wir glauben indes sagen zu können, daß auch strenge Kritiker bei der erprobten Tugend, der schlichten Frömmigkeit, der echt kirchlichen Gesinnung der Barbara Weigand keinen Augenblick zaudern werden mit der Erklärung, daß bei ihr die Anzeichen häretischer Gesinnung und sektiererischer Neigungen vollständig fehlen. Haben ihr doch selbst ihre schärfsten Gegner das Zeugnis schon ausstellen müssen, daß sie „sittlich intakt“ und von ausnahmsweise großer Frömmigkeit sei.

Daß sich eine solche Person gar dazu versteigen sollte, in dem von ihr stammenden Projekte einer dem Gedächtnis der Kommuniondekrete Pius X. gewidmeten Sakramentskirche „die Mutterkirche einer neuen Sekte“ errichten zu wollen oder etwas Derartiges auch nur zu begünstigen, das ist ein Gedanke, der von vornherein bei allen Kennern der einschlägigen persönlichen Verhältnisse dem Fluche der Lächerlichkeit verfällt. Die echt katholische Tendenz dieses Zweckes aber, welche so klar und deutlich der Liebe zum Papste und dem Geiste des freudigen Gehorsams gegenüber den päpstlichen Dekreten Ausdruck verleiht, schließt deshalb sektiererische Bestrebungen aus, weil, wie schon der hl. Cyprian lehrt, der Anschluß an den Papst der beste Beweis dafür ist, daß einer zur Einheit der wahren Kirche gehört.

Die Idee aber, in jenem weltabgeschiedenen und dennoch leicht zugänglichen Spessarttale der Elsava eine dem Gedächtnis der eucharistischen Großtaten Pius X. gewidmeten Sakramentskirche zu errichten, welche die tiefen Welterneuerungsgedanken Pius X. in monumentaler Weise verkörpern und in das Gedächtnis des Volkes hineinschreiben soll und besonders auch eine stille eucharistische Zufluchtsstätte für beladene und verwundete Herzen bietet - diese Idee ist so einzig schön, so durchaus katholisch, so wahrhaft pastoral-praktisch, daß sie es ohne Zweifel verdiente, möglichst bald mit Unterstützung aller verwirklicht zu werden. Kein kirchlich Gesinnter kann die Reinheit, Schönheit und Nützlichkeit dieser Idee verkennen. Ich erneure die höchst treffende und auch zu damaliger Zeit äußerst mutige Feststellung eines gottergebenen Priesters in das Haus Gottes hinein, eben des Jesuitenpaters Peter Lippert: Denn was könnte die Erbauung der Sakraments-kirche auch schaden? Soll es ein Schaden sein, wenn Tausende und Abertausende, allein schon durch die schöne Idee dieser Kirche angezogen, dort im Sinne Pius X. die eucharistische Erneuerung ihres Seelenlebens in Angriff nehmen? Soll es ein Schaden sein, einen Brennpunkt zu besitzen, an dem das Feuer der Begeisterung für die tägliche und die frühzeitige Kommunion ständig genährt wird und von dort immer mehr sich verbreitet? Soll es ein Schaden sein, wenn eine Kirche entsteht, in der das Lob des großen und heiligmäßigen Papstes unserer Tage, Pius X., von seinen Zeitgenossen verkündet und wachgehalten wird?

Soll es ein Schaden sein, wenn die Nachwelt durch ein monumentales Denkmal erfährt, daß auch die Katholiken dieser Zeit und dieses Landes die Größe dieses Papstes zu würdigen wüßten? Schon heute kann nicht übersehen werden, wie gerade in dieses Schippacher Kirchen-bauprojekt das katholische Volk seine heiße Liebe und Dankbarkeit für den Papst der täglichen heiligen Kommunion und der Kinderkommunion hineingelegt hat. Soweit auszugsweise aus der Richtigstellung von dem H. H. P. Peter Lippert.

Dem vorliegenden Druck, als Verteidigungsschrift angekün-digt und in seiner Struktur auch unzweideutig erkennbar, liegen als Quellen zugrunde: Unser eigenes Buch „Theologische Prüfung im Urteil von Bischöfen und Priestern“ im Selbstverlag herausgegeben 2001/02. Die darin aufgezeichneten Briefe, Dokumente und inhaltlichen Erinnerungen, als theologische Prüfung verstanden, stellen das Leben und Wirken von Barbara Weigand in das Licht der katholischen Glaubens- und Sittenlehre und beleuchten dabei auch sehr präzise die Glaubensgrundsätze der dogmatischen Struktur unserer heiligen Kirche und geben somit der einen Wahrheit Zeugnis und die Ehre. Es sind Stimmen, die aus allen Perioden ihres langen Lebens genommen sind und sich somit zu einer lückenlosen Kette von Zeugnissen für das Vollkommenheitsstreben und den lauteren Charakter der Schippacher Jungfrau zusammen-schließen; es sind Dokumente von Augen- und Ohrenzeugen, überwiegend aus Originalunterlagen unseres Archivs entnommen.

Dagegen steht der eigentliche Stein des Anstoßes, die Hetzschrift des H. H. Dr. Vitus Dr. Brander „Die Seherin von Schippach“[7] selbst, in der der Verfasser mit nie gekannten Kampfmitteln gegen die Dienerin Gottes Barbara Weigand von Schippach herzog, und sie mit seinen „Enthüllungen“ und Spottreden weit über die Lande hinaus überzog. Des weiteren das Büchlein „Das Problem von Schippach“[8] von dem bereits erwähnten H. H. Pfarrer Hugo Holzamer und letztlich auch das Buch von Herrn Dr. Hans Abel, München, langjähriger Vorstand des Kirchenbauvereines in Schippach, „Die Sakramentskirche in Schippach - Zur Abwehr und Verteidigung“, in dem Hans Abel mit überzeugenden und nachweislichen Fakten Anklage gegen Dr. Branders Hetzschrift führt und seine eigenen Erfahrungen und Begegnungen protokollarisch als Beweismittel entgegen-stellt.[9] In seiner Broschüre hat er den Nachweis erbracht, daß Dr. Brander den Text der Offenbarungen der Barbara Weigand für seine Zwecke zurechtstutzte und dadurch deren Sinn wesentlich fälschte. Dr. Brander glaubte, sich dadurch aus der Schlinge ziehen zu können, daß er bei seiner Verteidigung in der „Allgemeinen Rundschau“ behauptete, die von ihm benutzten Schriften müßten eine andere Lesart aufweisen.

Allein in den meisten Fällen, die ich gegen Dr. Brander anführen konnte, kommen nicht andere Texte, sondern nur die von Dr. Brander beliebten Auslassungen im Texte in Frage, Auslassungen, die er teils durch Setzung von Auslassungszeichen andeutete, teils ohne Auslassungs-zeichen vornahm. Daß er mitten im zitierten Text Stellen ausließ, hat er durch seine Auslassungszeichen selbst offen zugestanden. Es ist bemerkenswert, mit welcher katholischen Grundhaltung Dr. Hans Abel, dessen genaue Lebensdaten wir (noch) nicht vorliegen haben, seine Sichtweise über das Erscheinungsbild der Katholischen Kirche im deutschsprachigen Raum und seine Berufung als Kirchenvorstand des Kirchenbauvereines Schippach gegen 1916 wiedergibt.

Dr. Hans Abel stammt aus einer guten katholischen Familie. Namentlich sein Vater war durch sein ganzes Leben ein durch und durch katholischer Mann, der es ernster mit seinen religiösen Pflichten nahm als viele andere. Er lebte förmlich in und mit der Kirche, da ihm deren Festzeiten stets gegenwärtig waren. Diesen kirchlichen Geist hatte er in seiner Jugend aus den Schriften der gottseligen Anna Katharina Emmerik gewonnen, und es war ihm eine heilige Pflicht, ihn auf seine zehn Kinder zu übertragen. Man darf annehmen, daß ihm dies größtenteils gelungen ist;  denn von den zehn Kindern wurden vier Klosterfrauen und eins Priester, die übereinstimmend zugestehen, daß sie ihren Beruf neben Gott in  erster Linie ihrem wahrhaft tief-religiösen Vater verdanken. Er war das sechste von zehn Kindern, hatte als Junge von zehn bis 14 Jahren oft Gelegenheit, mit seinem Vater allein zu sein und sie sprachen, so läßt sich aus seinen eigenen Aufschreibungen ermitteln, immer wieder von Gott, von den Heiligen, oder auch von den Armen Seelen. Weltlichen Vergnügungen entzog er sich weitgehend und nur mit innerem Widerstreben führte er eine Wirtschaft. Zur Zeit des Kulturkampfes hatte man ihn wegen seiner religiösen und päpstlichen Haltung - es war die Zeit nach der Unfehlbarkeitserklärung des Papstes - den Spottnamen „Pius“ gegeben, und wegen seiner religiösen Überzeugung mußte er auch sein ganzes, sehr bedeutendes Vermögen verlieren.

Er ertrug alles geduldig mit dem Hinblick auf die Ewigkeit und war so seinen Kindern und seiner Umwelt ein überzeugender und beispielhafter Christ, katholisch durch und durch. Aus einer unveröffentlichten Biographie entnehmen wir zu seiner Berufung und seinem Elternhaus: Ich werde nie zu viel zum Leben meines Vaters sagen können, da er ein katholischer und kirchlicher Mann  gewesen, wie ich in meinem Leben noch keinen zweiten gefunden habe. Als Ministrant kam ich viel mit Geistlichen in Berührung; von diesen war es namentlich H. H. Kaplan Gustav Becker, jetzt Dekan und Stadtpfarrer in Weinheim,  der mir seine Bibliothek zur Verfügung stellte und mich später, als ich schon 14 Jahre alt war, noch zum Studium brachte. Ich interessierte mich schon damals besonders für die Heiligengeschichte, wie für die Geschichte und Politik überhaupt. Vieles habe ich als Knabe und Jüngling von der angegebenen Literatur kennengelernt, ohne heute Einzelheiten davon angeben zu können. In der Politik, die ich frühzeitig verfolgte, stand ich stets und stehe ich heute erst recht ganz auf der Seite meines Vaters, der nur einen katholischen Politiker und eine katholische Partei kannte und für erlaubt hielt. Nach Absolvierung des humanisti-schen Gymnasiums wollte ich mich zunächst dem geistlichen Stande zuwenden. Allein die Vorhersage meines Vaters mußte sich erfüllen und so wandte ich mich nach einigen Versuchen dem Studium der Mathematik zu. Mit der oben erwähnten Vorhersage hat es folgende Bewandtnis: Als ich mich mit 14 Jahren auf Anregung des Kaplan Becker dem Gymnasialstudium zuwenden wollte, mußte ich selbstverständlich die Erlaubnis meines Vaters dazu haben. Er gab sie mir mit dem Auftrag, dem Kaplan Becker zu sagen, daß ich, um Priester zu werden, eifrig die Mutter Gottes anrufen müsse. Ich unterließ es jedoch, diesen Auftrag auszurichten.

Als ich nun nach einigen Tagen meinem Vater auf seine Frage eingestehen mußte, daß ich seinen Auftrag nicht ausgerichtet hatte, da gab er mir mit der an ihm gewahrten Ruhe zur Antwort: „Studieren kannst du, aber Priester wirst du nicht.“ Dieses Wort, das sich mir fest einprägte, ist in Erfüllung gegangen, wiewohl ich wiederholt den Versuch machte, mich dennoch dem geistigen Stande zu widmen. Mein späterer äußerer Lebensgang ist rasch erzählt. Nachdem ich einige Jahre an der Universität München Mathematik studiert hatte, trat ich am 1. Januar 1895 als Mathematiker in die Dienste eines Bank- und Versicherungsinstitutes, nämlich der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank in München. Diesem Institut bzw. einer von ihr abgezweigten Versicherungsbank gehöre ich noch heute als einer der ersten Beamten an. Im Jahre 1906 wurde ich gegen meinen Wunsch und Willen bestimmt, mich in der Politik zu betätigen. 1907 wählte man mich zum Vorsitzenden der Münchener Zentrumspartei und 1908 zum Gemeindebevollmächtigten der Stadt München. Nach Ablauf meines Mandats im Juni 1919 verzichtete ich auf eine Wiederwahl, weil ich die Wandlung des Zentrums nicht mitmachen und der interkonfessionellen Bayerischen Volkspartei nicht angehören wollte, als deren schwersten Gegner ich mich offen bekenne. In der Stadtverwaltung München war mein Spezialgebiet die Finanzpolitik, welcher auch meine Doktordissertation vom Jahre 1912 gewidmet ist. Mehrere Jahre begleitete ich die Stellung des Etatreferenten und das Amt des Vorsitzenden des Finanzausschusses des Gemeindekollegiums.

Man rühmte mir in der Stadtverwaltung eine besondere Sachkenntnis, einen kritischen Blick und ein scharfes Urteil nach, weshalb ich auch in die meisten Ausschüsse und Kommissionen gewählt wurde. Außerdem kannte man meine Zuverlässigkeit, meinen unbeugsamen Gerechtig-keitssinn und meine genaue Beobachtungsgabe, zumal ich des öfteren Gelegenheit hatte, Unregelmäßigkeiten und Mißstände in der Gemeindeverwaltung aufzudecken.

Ich führe dies alles an, weil man bei mir als Vorstand des Schippacher Kirchenbauvereins eine gewisse Leichtgläub-igkeit voraussetzen könnte. Das Gegenteil, davon habe ich jedoch Jahre hindurch vor aller Öffentlichkeit so deutlich bewiesen, daß mir der Oberbürgermeister Dr. Matt von Aschaffenburg wiederholt sein Erstaunen und seine Verwunderung darüber aussprach, gerade den Mann an der Spitze von Schippach zu sehen, den er in gemeindlichen Fragen als einen der nüchternsten Denker und als einen Vorstandsmenschen kennen- und schätzen gelernt habe. Meine politische Tätigkeit hielt mich nicht davon ab, mein Augenmerk  - wie früher -  religiösen und theologischen Fragen zuzuwenden. Und an anderer Stelle seiner Aufschreibungen kann man lesen: Was nun meine Tätigkeit für Schippach betrifft, so bin ich dazugekommen, ohne zu wissen oder zu wollen. Als ich im Jahre 1914 zum ersten Mal von Schippach und der Sakramentskirche hörte, da erkundigte ich mich nicht weiter darüber.

Ich war mit den wenigen Andeutungen zufrieden, die mir mein Freund Käsbauer, damals H. H. Benefiziat in Waging machte, der seine Kenntnis von Schippach von dem H. H. Generalvikar Hessdörfer selbst hatte. Eigentümlich, mich hat indirekt Hessdörfer selbst nach Schippach geführt, und viele andere hat er durch seine späteren Erlasse davon abgehalten. Ich erkundigte mich also nicht weiter; denn die Absicht, für die heilige Kommunion einmal eine eigene Dankeskirche zu errichten, schien mir sofort so großartig, so erhaben und so göttlich zu sein, daß es gar nicht von einem Menschen herrühren konnte. Ich wunderte mich darum auch gar nicht darüber, daß Gott diesen Gedanken durch eine fromme Jungfrau geoffenbart und als seinen besonderen Wunsch zu erkennen gegeben haben sollte. Warum denn auch nicht? Hat Gott nicht vieles in der Kirche durch Privatoffenbarungen angeregt? Die Kirche nahm die Anregung an und bildete dann das Fundament für die Sache aus ihrem geistigen Schatze. Die Geschichte der Einführung des Fronleichnamsfestes ist dafür ein lehrreiches Beispiel. Ich hielt mich also einfach an der Sache und fragte nicht nach Barbara Weigand, deren Namen mir nicht einmal genau im Gedächtnis haftete. Meine einzige Leistung für Schippach, ehe ich selbst dahin kam, bestand darin, daß ich einige Male kleine Geldspenden dorthin sandte. Da erschien in der Augsburger Postzeitung ein Artikel gegen Schippach. Was er enthielt, weiß ich nicht mehr; er war aber nur Anlaß für mich, eine neue Spende nach Schippach zu  schicken, mit dem Vermerk auf dem Postanweisungsabschnitt: Jetzt erst recht!

Gleich nach Ostern 1915 hatte mein Bruder, der als Priester ein besonderer Eiferer für die Befolgung der Kommunion-dekrete, und deshalb selbstverständlich auch ein Freund von Schippach war, Gelegenheit, nach Schippach zu fahren. Als er zurückkam, teilte er mir mit, daß ihn H. H. Kaplan Noeth und Barbara Weigand gebeten hätten, mich zu bestimmen, daß ich ihnen in ihren Sorgen behilflich sei. Als mir mein Bruder dies mitteilte, lehnte ich rundweg ab, indem ich bemerkte, daß ich erstens gar keine Zeit dazu hätte, und zweitens die Einladung nicht für ernst gemeint betrachten könnte, da ich (nichts) wußte, wie ich da von Nutzen sein sollte. Mein Bruder suchte, mich umzustimmen, aber vergeblich. Als er dann immer wieder drängte und mir schrieb, Barbara Weigand habe angefragt, warum ich nichts von mir hören ließ, da dachte ich, durch ein konventionelles Schreiben nach Schippach um die Sache herumzukommen.

Ich schrieb also nach Schippach an Kaplan Noeth, ich sei, falls man auf meinen Rat Gewicht lege, zur schriftlichen Auskunftserteilung bereit; persönlich könne ich nicht nach Schippach kommen, es sei denn, man gedulde sich bis Pfingsten. Ich glaubte, indem ich meine Reise hinausschob, werde man überhaupt darauf verzichten. Zu meiner Überraschung erfuhr ich alsbald das Gegenteil, denn Kaplan Noeth lud mich freundlich ein, an Pfingsten nach Schippach zu kommen, bis dahin werde man sich gern gedulden. Nun mußte ich mein Wort einlösen. Da es sich bei Schippach um ein heiliges Werk handelt, so wollte ich nichts dafür tun, ohne zuvor die Mutter Gottes besonders angerufen zu haben. Ich fuhr daher am Pfingstsamstag zuerst nach Würzburg und machte am Pfingstsonntag in der Frühe eine Wallfahrt zur Gnadenmutter auf dem Käppele (Würzburg).

Dann setzte ich meine Reise nach Schippach fort, wo ich am Pfingstsonntag 1915, nachmittags 3 Uhr, zum ersten Mal eintraf, ohne zu wissen, was eigentlich vorlag und was man von mir wollte. Kaplan Noeth empfing mich sehr freundlich und überraschte mich alsbald mit der Mitteilung, er habe seine Freunde, und insbesondere seine Priesterfreunde, gebeten, mit ihm eine Novene zum Heiligen Geist zu halten, damit Gott eine Wendung und den richtigen Mann herbeiführe.

Als diesen bezeichnete er auch sofort mich, was mich nicht wenig in Verwunderung brachte, da ich alsbald einen Berg von Schwierigkeiten, Sorgen und Arbeiten vor mir sah, während ich doch den Glauben und den Wunsch gehabt hatte, mit einigen Auskünften über Geldsachen wieder davonzukommen. Nun, da mir die Arbeit angeboten wurde, nahm ich sie sofort ohne Bedenken an; die Schwierigkeiten und die Arbeit selbst schreckten mich nicht, da ich an letzte gewohnt war und in ersteren nur den Beweis dafür erblickte, daß es sich bei Schippach um ein Werk Gottes handelte. Um Barbara Weigand und ihre Offenbarungen bekümmerte ich mich wenig, erstere konnte ich noch am gleichen Tage kennenlernen und nach letzteren frug ich nicht. Eine Kirche zu Ehren des Allerheiligsten Altarsakramentes und zum Dank für die Kommunion-dekrete, die mir selbst ein großes Glück gebracht hatten, zu erbauen, das mußte ein gutes Werk sein und das mußte gelingen, weil Gott nicht dagegen, sondern nur dafür sein konnte. Ich erklärte mich also bereit, die Sache in die Hand zu nehmen, und als Barbara Weigand sagte, Gott habe ihr mitgeteilt, energische Männer müssen an die Spitze des Werkes treten, da meinte ich: Wenn Gott darunter einen harten Schädel verstanden haben sollte, dann bin ich freilich der richtige Mann, denn mein harter, unbeugsamer Kopf ist bekannt, wenn ich das Recht zu vertreten habe.

Am Pfingstdienstag fuhr ich nach Mainz zu Fräulein Hannappel und abends noch nach Baden-Baden zu Geheimer Justizrat Schmitt, ein Rechtsbeistand von Freifräulein von Scheibler in Aachen, auf deren Namen der Kirchenbauplatz eingetragen war. Fräulein Hannappel und Geheimrat Schmitt erklärten sich ohne weiteres mit meinen Vorschlägen einverstanden und übertrugen mir auch ihrerseits alle Vollmachten. So kam ich am Mittwoch nach Pfingsten wieder nach München zurück, indem ich die ganze Last des Kirchenbaues auf meinen Schultern trug. Das Urteil vom 11. Februar 1918 lag bereits vor, worin gegen die Offenbarungen der Vorwurf der Unrichtigkeit und Häresie erhoben wurde. Es war also für mich von ganz besonderer Wichtigkeit, die Offenbarungen mit kritischem Blicke zu mustern und dabei auch die katholische Nase anzuwenden, die sofort eine Witterung erhält, wenn etwas Verdächtiges, Unkatholisches und Unkirchliches vorkommt. Ich las nun die Schriften, wie sie vom Jahre 1895 bis zum Jahre 1914 vorliegen, der Reihe nach und Wort für Wort; dabei machte ich Extrakte, und zwar von all denjenigen Stellen, die Voraussagungen für die Zukunft enthielten, um insbesondere hier eventuelle Widersprüche festzustellen. Auf Grund meiner aufmerksamen Lektüre konstatierte ich, daß ich in den Offenbarungen der Barbara Weigand nichts gefunden habe, was nicht katholisch und kirchlich gewesen wäre. Ich habe vielmehr gefunden, daß die Schriften meinen katholischen Geist ebnen, wie er stärker, kräftiger, anregender und belebender nicht leicht in einem anderen Buche zu finden ist. Oft und oft mußte ich unwillkürlich denken und sagen: Das ist nicht Menschenwerk, und das ist am allerwenigsten das Werk der einfachen Jungfrau Barbara Weigand. Wer das Gegenteil behauptet, der überhebt den Menschen, indem er ihm Fähigkeiten zuschreibt, die der Mensch nicht besitzt. Wer aber den Menschen überhebt, erniedrigt zugleich damit Gott.

Freilich muß man sich bei der Lektüre der Schriften erinnern, daß man es vorerst noch mit einem Rohmaterial zu tun hat. Hör- und Schreibfehler sind oft deutlich zu erkennen. Es genügt aber für die große Gewissenhaftigkeit der Fräulein Hannappel, welche die Worte aus dem Munde der Barbara Weigand vernahm und niederschrieb, daß sie keine willkürlichen Korrekturen vornahm, sondern ohne selbständiges Urteil und ganz im Geiste des Gehorsams gegen Gott alles so niederschrieb, wie sie glaubte, es vernommen zu haben. Soweit einige wenige biographische Lebensdaten von Dr. Hans Abel, der neben den bereits genannten Freunden und Förderern der Schippacher Jungfrau und Seherin Barbara Weigand einer der Hauptakteure der Schippacher Sache im Widerstreit gegen die kirchliche Obrigkeit in Würzburg und Mainz mit angeführt und vehement vertreten hat.

Jetzt geht es darum, zu erkunden und auch zu belegen, warum die bis dahin stets positive Haltung der kirchlichen Stellen in Würzburg, voran der hochwürdigste Bischof selbst, auf einmal und mitten in einer sehr aufwendigen und höchst kostenträchtigen Bauphase umgeschlagen sind in eine ablehnende, ja gar feindliche Grundhaltung, Verleugnung und Verleumdung gegen die Befürworter des Schippacher Kirchenbaues. Der Kirchenbau von Schippach beschäftigte die kirchlichen Stellen in Würzburg bereits seit dem Jahre 1907. Aber erst 1913 trat er in das Stadium der Verwirklichung durch Ankauf des Baugeländes und Fertigung der Pläne. Der hochwürdigtse Bischof Ferdinand von Schlör hat sich auch 1913 anläßlich einer Visitationsreise zu den Kirchengemeinden Rück und Schippach dort öffentlich und offiziell für den Bau einer Wallfahrtskirche in Schippach eingesetzt und das Gottesvolk darauf eingeschworen.

Er hat durch seine Haltung einen wesentlichen Impuls zu den später erfolgten Aktivitäten gesetzt. In der bau-feindlichen Phase (1915 bis 1954) bildete in den Dekreten und sonstigen Verlautbarungen des Ordinariats Würzburg bekanntlich die Behauptung, Rom habe den Bau verworfen und die Offenbarungen Barbara Weigands verboten, das immer wieder vorgebrachte Argument, das gebets-mühlenartig sich durch alle Aktivitäten der Schippacher Freunde und Förderer für die Beförderung des göttlichen Willens und ihren Kampf gegen die Feinde der Schippacher Sache zog und das von den Gegnern der Schippacher Sache mit Zähigkeit und unter massivem Druck und Meinungsschinderei inszeniert wurde, all die Jahre. War es für einen ruhig denkenden, ehrlichen und nach den Grund-sätzen eines katholisch geprägten Lebens ausgerichteten, unvoreingenommenen und romtreuen Katholiken schon reichlich unwahrscheinlich, daß der Heilige Stuhl einen Kirchenbau verbiete, der dem Andenken eines großen Papstes geweiht werden sollte, so mußte das Studium der Rechtslage die ganze Nichtigkeit dieser Würzburger Thesen erweisen. Welch schreiendes Unrecht und bewußte Irreführung verbarg sich doch hinter dem Tun einzelner Kirchenherren in Würzburg, zum Schaden des ganzen katholischen Ansehens.

Der hochwürdigste Msgr. Dr. Dr. Wilhelm Büttner hat über dreißig Jahre unentwegt in Wort und Schrift für die Aufhebung des unsittlichen Bauverbotes der Schippacher Kirche gekämpft und andere Leute auch für das Ende der Verbote der Schippacher Offenbarungen und des Eucharistischen Liebesbundes.

Im Verlaufe dieser Dokumentation, die wir gern auch als Verteidigungsschrift für die Gottesdienerin Barbara Weigand verstanden wissen wollen, dieses Wort im buchstäblichen Sinne, werden noch viele Namen von engagierten Welt-priestern und Ordenspriestern genannt, denen während ihres unerschrockenen Eintretens für die Schippacher Sache Enttäuschungen über Enttäuschungen, bittere Kränkungen und beschädigende Verdemütigungen zugefügt wurden. Dabei waren die Waffen, die verteilt wurden, ganz ungleich und offenkundig einseitig: dort die kirchliche Obrigkeit, ausgestattet mit Amt, Würde, Autorität, Ansehen, Anspruch auf Gehorsam und Glaubwürdigkeit, im Besitze von Propagandamitteln aller Art, besonders der Presse, und auf der Seite der wackeren Kämpfer im sicheren Besitz der Wahrheit, ohne hierarchische Würde, die Männer und Frauen, standfeste und getreue Katholiken, die für die Durchsetzung göttlichen Willens mit Herzblut angetreten sind, aber auch unter dem Begleitschutz so vieler frommer Beter  und glaubenstreuer Verehrer. Der hochwürdigste Bischof Julius Döpfner war es, der den Baustopp der Schippacher Weltkirche dergestalt aufhob, indem er den Bau einer Pfarrkirche für die beiden Gemeinden Rück und Schippach anordnete, die dann als St. Pius-Kirche entstand. Sein Nachfolger, der selige hochwürdigste Bischof Josef Stangl schließlich war es, der am 2. Oktober 1960, einem strahlend schönen Herbsttag, während ein farbenprächtiger Regenbogen sich über das Elsavatal spannte, unter Assistenz zahlreicher Priester, in Anwesenheit des Generals der Salvatorianer, der eine Reliquie des heiligen Papstes Pius X. und ein Glückwunschtelegramm S. Emn. des Kardinal-Staatssekretärs aus Rom mitbrachte, und der neuerbauten Pfarrkirche für die Gemeinde Rück-Schippach, die St. Pius-Kirche die feierliche Weihe erteilte.

Es steht auch urkundlich fest, daß Seine Heiligkeit, Papst Pius XII., der Dienerin Gottes Barbara Weigand seinen väterlichen heiligen Segen erteilt hat in Anwesenheit des hochwürdigsten Herrn Generaloberen der Salvatorianer, Pankratius Pfeiffer. Papst Pius XII. erinnerte sich der Schippacher Sache aus seiner Zeit als erster päpstlicher Nuntius für Deutschland, zu dem er 1920 von seinem Vorgänger Papst Pius XI. ernannt wurde.

In seinen unzähligen Publikationen befaßte er sich vornehmlich mit staatskirchenrechtlichen Fragen: Konkordat, Fürsorgegesetzgebung, Pfründerecht, Kirchen-gemeindeordnung, Einkommensverhältnisse der Geistlich-en, Staatsleistungen, Schulwesen.

Einige seiner diesbezüglichen Publikationen wurden von der damaligen Bayerischen Volkspartei als Sonderdrucke herausgegeben und als besonders aktuell von der katholischen Presse verbreitet. Seine Kenntnisse im Pfründe- und Fassionswesen veranlaßten den damaligen Ordinariatsdirektor, H. H. Domkapitular Kettemann, ihn in den Jahren 1922 und 1923 zur Revision der Fassionen ins Ordinariat zu berufen, da diese Arbeit dort allen Herren neu war. Schon im Jahre 1912 erregten seine Aufsätze über die Würzburger Diözesankatechismen besondere Aufmerksam-keit und seine späteren Veröffentlichungen über das ehemalige Klerikalseminar Aschaffenburg, den Klosterfond Schmerlenbach und das Aschaffenburger Studienseminar bewogen das Ordinariat, seine Kenntnisse bei den Verhandlungen des Ordinariates mit dem Ministerium über das Schmerlenbacher Klostergut und den katholischen Charakter des Aschaffenburger Studienseminars heranzu-ziehen.

Seine Kirchentreue blieb trotz allen großen Entbehrungen allezeit ungebrochen. Er entstammte einem streng katholischen Hause, das der Kirche zwei Priester schenkte. Sein Bruder starb als Dechantpfarrer von Marktheidenfeld an einem Schlaganfalle, nachdem er 38 Jahre seiner Kirche gedient und als Landtagsabgeordneter auch die weltlichen Belange seines Wahlkreises mit Energie vertreten hatte. Ein anderer Bruder war Reichsbahnrat in Nürnberg, ein treukatholischer Mann, der sich als einziger von 79 Beamten seines Ressorts weigerte, Parteigenosse zu werden und dadurch seine Stellung riskierte: da er aber ein alter, erfahrener Fachmann war, hat man ihn nicht aus dem Dienst entlassen. Dr. Wilhelm Büttner dazu: ich selber hatte als Student in einzelnen meiner geistlichen Präfekten nicht gerade die besten Vorbilder: zwei von ihnen mußten flüchtig gehen. Auch mein Wissen, daß sogar Subregenten an deutschen Priesterseminaren und deutsche Bischöfe vor nicht gar langer Zeit abgefallen waren, konnte mich in meinem Berufsziele nicht irremachen. Für die Rechte seiner Kirche führte er in den Nazijahren die heftigsten Kämpfe. Fünfmal wurde er vor die Schranke der Nazijustiz, siebenmal vor die Gestapo geschleppt. Ein beachtliches Wort bzw. Ausspruch zu seinem Beichtkind Barbara Weigand, auch auf dem Hintergrund der so heftigen Angriffe und Widerstände gegen die Sendbotin Gottes, von ihm war auch: „Es wird einmal der Tag kommen, an dem die Diözese Mainz und ihre Heimatdiözese Würzburg sich glück­lich preisen, die eucharistische Blume von Schippach in ihrem Garten haben sprossen zu sehen.“

 

 Dem Schippacher Kirchenbau zur allseitigen Verehrung des Allerheiligsten Altarsakramentes und der himmlischen Bestimmung der Offenbarungen an Barbara Weigand gilt auch in dieser Schrift unser Hauptaugenmerk und unser allerdringendstes Anliegen.
 

 

Die Schippacher Freunde hatten zu allen Zeiten den heißesten Wunsch, die Steinwüste des Schippacher Kirchenbaues endlich ihrer erhabenen Bestimmung zuzuführen. Jedoch ist dies ein frommer Wunsch bis heute und zu allen Zeiten geblieben.

Bei Ausbruch des Weltkrieges hat der Herr nämlich zur Begnadigten Barbara Weigand von Schippach auch gesagt: „Die Kirche wird gebaut werden als Zeichen des Sieges.  Wie sie trotz der welterschütternden Ereignisse doch gebaut wird, so soll aber auch mit ihrer Vollendung der Friede einziehen in die Welt. Sie soll nicht nur als Siegeszeichen über den Unglauben ihrer und Meiner Feinde erstehen, sondern sie soll ein Leuchtturm als Sinnbild der Liebe und des Friedens sein. Jene versündigen sich darum schwer, die gesetzt sind, andere zu überwachen, die an dem Bau tätig sind und leichtsinnig das Geld ausgeben, das von arm und reich zusammengetragen und zu Meiner Ehre verwendet werden soll. Du aber sorge, daß diese Worte Beachtung finden, denn um deinetwillen soll das heilige Meßopfer ohne Unterbrechung Tag für Tag in Rück-Schippach dargebracht werden, weil du alle Verdemütigungen deiner Vorgesetzten lieber auf dich genommen, als daß du Meinen Willen unbeachtet ließest.“[10] Und an anderer Stelle vernehmen wir: „Die Sakramentskirche in Schippach, ein Leuchtturm des Friedens, eint die sündige Menschheit und ist ein Zeichen des Sieges, der Barmherzigkeit über die zürnende Gerechtigkeit. Jedes Fest, das in dieser Kirche gefeiert wird, soll ein Widerstrahl jenes siebenfarbigen Regenbogens sein nach der Sintflut und ein Zeichen, daß Ich mit der Menschheit Friede geschlossen habe.“[11]

Und Barbara Weigand erinnert sich an Worte des Herrn: „Was der siebenfarbige Regenbogen für die damalige Sintflut bedeutete, das soll dieser Friedenstempel für die heutige Sintflut des Unglaubens und der Sittenlosigkeit zu bedeuten haben, nämlich die Aussöhnung Gottes mit den Menschen, so daß der bürgerlich-soziale, politische und kirchliche Friede nur eine Folge des innerlichen Friedens sein kann. Wer daher am Bau der Kirche mitarbeitet, der hilft in Wahrheit, den Frieden zu fördern, wie der brave Soldat im Felde. Die Bedeutung dieses Tempels soll ein Triumph der wahren Kirche Jesu Christi sein, die von allen übrigen als solche erkannt werden soll. Es war stets ein inniges Verlangen der Bauvereinsmitglieder, nur in engster Zusammenarbeit mit den legitimen kirchlichen Stellen an die Lösung des Bauplanes und Umfangs des Bauprojektes heranzugehen und die Verwirklichung des Kirchenbaues auch unter den Schutz der heiligen Kirche zu stellen.“[12]

Die Entwicklung der Rechtslage des Kirchenbaues von seinen ersten Anfängen, also im Jahre 1903, bis zu der letzten Verlautbarung der zuständigen bischöflichen Behörde in Würzburg vom 24. Oktober 1925, war zu Zeiten des Aufbruchs dieses erhabenen Bauprojektes umfassend dokumentiert, und zwar in den Anfängen von dem ortsansässigen Pfarrer erstellt, fortgeführt und auch wissenschaftlich und nach dogmatischem Recht bewertet und beurteilt worden. Als unumgängliche notwendige Ergänzung dieser Rechtsdarlegung  in Folie mit rund 100 Seiten, so kann man in den unzähligen Schriften, Dokumenten und unveröffentlichten Manuskripten nachlesen, hatte wohl derselbe Priester von Schippach dann noch auf Drängen des ersten Bauvereins für den Schippacher Kirchenbau in einem weiteren äußerst umfangreichen Manuskript von annähernd 800 Seiten in breiter wissenschaftlicher Aufmachung, in welchem er die materielle Seite des Kirchenbaues vom historischen, dogmatischen, mystischen und kirchenrechtlichen Gesichtspunkte aus untersuchte, zusammengestellt und als Untersuchungsergebnis den bezogenen Stellen zugänglich gemacht.

Dem Drängen bevorzugter Stellen, dieses Manuskript in einem demselben Thema gewidmeten Buch herauszugeben, um vor allem auch die historische Gegebenheiten ausreichend dokumentiert zu wissen, aber auch das allseitige Interesse des für Schippach und seinen Kirchenbau geneigten Freundeskreises so mehr und besser befriedigen zu können, konnte dieser geistliche Herr seine Zustimmung nicht geben, was sich im Nachhinein als ein äußerster Mangel herausstellen sollte, zumal es ab 1915/16 dann zu sehr erheblichen Verquickungen zweier Bauprojekte gab, nämlich das der St. Antoniuskirche in Schippach, vornehmlich für die beiden Gemeinden Rück und Schippach, und dann die von Barbara Weigand im Auftrage des Herrn geforderte Sühne- und von dem zuständigen Bischof von Würzburg, S. Exz. Bischof Ferdinand Schlör verlangte Wallfahrtskirche, auch Welt- und Friedenskirche und Sakramentskirche etc. genannt.

Als sich dann im Jahre 1914 die ersten Schwierigkeiten seitens der staatlichen Behörden erhoben, als im August des gleichen Jahres die drei bauleitenden Herren in französische Gefangenschaft gerieten, als im Jahre 1916 die Einstellung des Baues verfügt wurde, verlor unsere Schippacher Jungfrau und Vorkämpferin keinen Augenblick ihren sprichwörtlichen Mut und Hoffnung, daß sich die Heilandsworte auch in diesem Punkte erfüllen werden. Niemals hat sie die Hoffnung, daß Gott Barbara Weigands Werk zum Siege führen werde, aufgegeben.

Zu einer Zeit, als die Baustätte seit Jahren verwüstet, verwildert und verlassen dalag, hören wir die Stimme der Greisin:

„Wenn ich’s nit mehr erlebe, dann schau ich von drowe zu, denn mei Kerch werd doch noch fertig.“[13]

Das ist dieselbe Zuversicht und Gelassenheit, die sie auch bezüglich ihrer Gesichte auszeichnet. So betet sie: Ja, Herr, ich übergebe Dir meine Seele mit all ihren Kräften, mein Herz mit all seinen Neigungen, meinen Leib mit seinen fünf Sinnen, und was Du noch vorhast mit mir, ich weiß es nicht, aber so viel weiß ich, daß ich das nicht verdient habe, was Du an mir tust. Obwohl alles ja ganz anders geht, wie ich es haben will und möchte, so muß ich Dir doch offen gestehen, daß ich gar nicht würdig bin, was Du an mir tust. Mag auch die ganze Welt mich verachten und alle Menschen mich verschmähen, wenn ich auch von keinem Beichtvater mehr angenommen werde, wenn Du mir nur treu bleibst und ich für Dich leiden darf, dann habe ich genug. Nur eines bitte ich Dich, o Herr: Laß mir doch ein Plätzchen, wo ich mich verbergen kann. Ich will nichts als Dich und nur Dich allein, und laß mir meine beiden Freundinnen. O mein Jesus, laß sie wenigstens erkennen, daß ich nichts suche als Dich! Gib, daß wir vorwärtsschreiten auf dem Weg der Vollkommenheit, daß wir uns nie mehr irremachen lassen, wenn es auch allen Anschein hat, als sollten wir nicht zum Ziel kommen. Siehe, wir suchen nur Dich! Reiche uns die Hand, stärke unseren Glauben, festige unsere Hoffnung, erwärme unsere Liebe, daß wir nichts mehr lieben als Dich und nur Dich allein.[14]

Es geht aber auch um die Person des H. H. Dr. Vitus Dr. Brander und seine unfaßbaren Entgleisungen und Verspottungen der Schippacher Sache, voran der Schippacher Jungfrau und Seherin Barbara Weigand selbst, die in den Jahren ihres Wirkens auch schon als die „Spessartheilige“ im Volksmund große Bekanntheit und Bewunderung erfahren hat. Sein wahrlich abscheuliches menschliches Fehlverhalten, Verirrungen und zerstörerisches Wirken gegen die Schippacher Sache, bedarf dringend der historischen Aufarbeitung und daraus schlußfolgernd eine neue kirchliche Standortbestimmung, die das Leben und Wirken der frommen Jungfrau in Würde und Wahrheit angemessen beschreibt und angemessen würdigt.

Während ich diese Angelegenheit aufarbeitete, fiel mir ein Brief Dr. Branders an den Neffen der Barbara Weigand, an den H. H. Kaplan Josef Weigand in die Hände, den zu veröffentlichen es sich wahrlich lohnt, um auch mit diesem Dokument den Beweis einer geballten Kampagne gegen das Schippacher Werk darzutun und auch Form und Inhalt, wie er versucht, ihm verpflichtete Menschen, in diesem Falle einen seiner früheren Seminaristen des Würzburger Priesterseminars, in seinem Sinne zu beugen und hörig zu machen.

 


[1]  Geistlicher Rat Georg Metzger wurde am 20. Januar 1874 zu Dirmstein in der Diözese Speyer geboren, erhielt die heilige Priesterweihe am 26. März 1898, war nacheinander Kaplan in Hering, Konviktassistent in Dieburg, Kaplan in Gau-Algesheim, in Mainz St. Josef, in Darmstadt St. Ludwig, Pfarradministrator in Haßloch (1905), im darauffolgenden Jahr Pfarrer ebd. Im selben Jahr ernannte ihn der Mainzer Bischof Georg Heinrich Maria Kirstein (Bischof von Mainz 1904 bis 1921) zum ersten Pfarrer in Rüsselsheim, wo er das Pfarrhaus errichtete, ebenso ab 1914 in Kelsterbach, wo er die Pfarrkirche zum Heiligsten Herzen Jesu erbaute, in der er auch begraben liegt. H. H. Geistlicher Rat Georg Metzger verstarb am 15. Juli 1949. (entnommen Mainz, bischöfliche Kanzlei 1956, S. 124).

[2]  H. H. Bischof  Ferdinand von Schlör (Bischof von Würzburg 1898 bis 1924); Nachfolger  H. H. Matthias Ehrenfried (1924 bis 1948).

[3]  Jesus zu Barbara Weigand am 12. November 1918: „Die Worte, die Ich in deinen Schriften niedergelegt, sind gut. Sie sollen dem Volke gegeben sein, um es Seinem Gott wieder näherzubringen. Der Liebesbund ist etwas Gutes. In ihm sollen die guten Gläubigen sich zusammenscharen, damit nicht auch sie vom Strom des Unglaubens und der Sittenlosigkeit mit fortgerissen werden. Der Kirchenbau in Schippach ist etwas Gutes; denn nirgends in der Welt verkörpert sich Meine streitende, leidende und triumphierende Kirche so sichtbar wie in einer großen Wallfahrtskirche. Da müßten die Menschen die vier Kennzeichen Meiner wahren Kirche erkennen. Und dies sollte für Deutschland der Rettungsanker für viele Andersgläubige sein. Und weil dies von Meinen Dienern in Mainz und Würzburg nicht anerkannt wird und Mir viel Ehre und Verherrlichung dadurch entzogen, so ließ Ich es zu, daß die Siege in diesem Weltkrieg für Deutschland zu Ende gingen. Jetzt werde Ich Meine Tenne säubern, wenn sie fortfahren, Meinem Willen sich zu widersetzen.“

[4]  H. H. Hugo Holzamer, geboren 21. Juni 1872 in Worms, zum Priester am 8. August 1897 geweiht, zuletzt Pfarrer in Mainflingen (Diözese Mainz), verfaßte mehrere literarische Werke, darunter „Durchs neue Italien zum Alten Rom“, 2 Bände, 1903; „Turm und Block - Betrachtungen über die Hauptaufgabe der deutschen Katholiken in den konfessionellen Kämpfen der Gegenwart“ 1912; „Die Politik des Kreuzes“ 1922 (Julius Dornreich, Kath. Literaturkalender, 15. Jg., Freiburg i. B. S. 150. Hugo Holzamer und das Buchmanuskript „Das Problem von Schippach - und seine Behandlung in der gegnerischen Presse“, als Manuskript gedruckt in Druck und Verlag A. Huber, München, Neuturmstrasse 2a, 1916. H. H. Holzamer verstarb am 31. Mai 1936 und wurde in Mainflingen begraben (Necr. Mog., 1956, S. 63).

[5]  S. Emn. Andreas Kardinal Frühwirth O. P., geboren 21. 08. 1845 in St. Anna, Steiermark, verstorben 9. 2. 1933 in Rom, trat 1863 in den Dominikanerorden ein, wurde 1867 Priester, 1870 Lektor in Rom, dann Dozent und Seelsorger in Graz und Wien, 1880 bis 1884 und 1891 Provinzial der österreich-ungarischen Ordensprovinz, war als Theologe, Jurist und Verwalter von gleich hoher Begabung, beriet unter anderem den Apostolischen Nuntius S. Emn. K. von Vogelsang, amtierte 1891 bis 1904  als Ordensgeneral, wobei er besonders die St. Thomas-Hochschule in Rom, die Bibelschule in Jerusalem und die philosophisch-theologische Fakultät zu Freiburg in der Schweiz förderte. Nach seinem Generalat wurde er an die Päpstliche Kurie berufen, ab 1907 war er Nuntius in München, 1915 zum Kardinal kreiert, 1916 zurück an die Kurie berufen, wo er mehrere vatikanische Kongregationen leitete, 1925 zum Großpönitentiar berufen, 1927 bis 1933 Kanzler der römischen Kirche, war auch verdient um die Heiligsprechung des Kirchenlehrers Albert Magnus und trat stets für bedrohte Minderheiten ein. Sein Grab fand er in St. Anna, seinem Geburtsort (entnommen aus: Lexikon für Theologie und Kirche, 4. Bd. Freiburg/Br. 1960).

[6]  H. H. P. Peter Lippert, geboren am 23. 08. 1879 in Altenricht bei Amberg/Opf. Ab 1889 Gymnasium; 1909 Priesterweihe, 1912 bis 1936 Priester und Seelsorger in München. Beginn seines schriftstellerischen Wirkens in „Stimmen der Zeit“; auch durch religiöse Vorträge und Rundfunk- und Sonntagspredigten im ganzen deutschen Sprachraum bekannt. Viele Buchveröffentlichungen, besonders auch über seinen Jesuitenorden. Peter Lippert im Brevier. Lippert starb im Exil (Nazi-Zeit) in Locarno am 18.12.1936. Er hätte auch unserer Zeit noch viel zu sagen, besonders auch, was die würdige Verehrung des Allerheiligsten Altarsakramentes betrifft.

[7]  Buch Dr. Vitus Dr. Brander „Die Seherin von Schippach - Enthüllungen über ihre Offenbarungen und ihr Werk“ von Dr. theol. Vitus Dr. Brander, Subregens am Priesterseminar in Würzburg im Mainz 1916, im Verlag von Kirchheim & Co.

[8]  Buch „Das Problem von Schippach und seine Behandlung in der gegnerischen Presse“, als Manuskript gedruckt im Verlag „Druck und Verlag A. Huber, München, Neuturmstrasse 2a im Jahre 1916.

[9]  Buch „Die Sakramentskirche von Schippach - zur Abwehr und Verteidigung“ von Dr. Hans Abel, Druck und Verlag von A. Huber, München, Neuturmstrasse 2a; erschienen gleichfalls 1916.

[10]   „Offenbarungen an Barbara Weigand“ Band 7 Seite 294

[11]   „Offenbarungen an Barbara Weigand“ Band 7 Seite 309

[12]   „Offenbarungen an Barbara Weigand“ Band 6 Seite 93

[13]   „Offenbarungen an Barbara Weigand“ Band 7 Seite 487

[14]   „Offenbarungen an Barbara Weigand“ Band 1 Seite 158

 

 

 

Sakraments- Dankes-

Gedächtnis- und Friedenskirche von Schippach

Und wie werdet ihr euch freuen! Denn bei Mir ist es nicht vergessen, was ihr gelitten, wie jetzt noch all die falschen Anschuldigungen sich in den Herzen der Menschen festgesetzt haben und haften bleiben. Aber auch jetzt laßt euer Licht leuchten, auch nach außen hin.

1105 - Septuagesima am 16. Februar 1919

Jesus: „Gesetzt den Fall, daß der Kirchenbau vernichtet würde, was Ich nicht zulasse, Ich lasse Mich an Großmut nicht übertreffen, dann hättest aber du und deine Freundin Luise, Frl. von Sch. und Frl. Cas. denselben Lohn, als wenn Ich alle Tage in dieser Kirche verherrlicht würde und Tag und Nacht Mein Lob darin gesungen würde. Ihr alle und auch die armen Dienstmädchen, die so opferfreudig ihre sauren Pfennige hergaben, habt denselben Lohn. Aber denen, die schuld sind, daß Mir Meine Ehre so entzogen wurde, lasse Ich es die ganze Ewigkeit nachklingen, und bis zum Ende der Welt müssen sie es fühlen. Ich habe dir neulich gezeigt bei der verstorbenen N., daß ihre Glorie sich jedes Mal im Himmel verdunkelt, so daß es alle Heiligen sehen, wenn auf ihre Fehler die Sprache kommt. Deshalb bat sie dich, ihr diese Beschauung zu ersparen. Ihr aber, wenn die Zeit gekommen ist, wo Ich euch heimhole, von euch soll die ganze Ewigkeit ein besonderer Glanz ausgehen. Und wie werdet ihr euch freuen! Denn bei Mir ist es nicht vergessen, was ihr gelitten, wie jetzt noch all die falschen Anschuldigungen sich in den Herzen der Menschen festgesetzt haben und haften bleiben. Aber auch jetzt laßt euer Licht leuchten, auch nach außen hin. Sobald das Wetter besser ist, macht eine Wallfahrt.

 

 Ihr bekommt alles vollständig belohnt, wenn es auch nicht zustande käme. Aber von den Gegnern, die die Sache hintertrieben haben, verlange Ich strenge Rechenschaft.
 

Sie müssen durch die Verdunklung ihres Glanzes die ganze Ewigkeit büßen. Denn Ich habe die Menschen erschaffen, um Gott zu loben und zu preisen, und habe dem Menschen einen Engel beigegeben, der ihn immer wieder ermahnen soll an sein Ziel, weil der Mensch immer wieder zum Irdischen hinneigt, weil er minder erschaffen ist als die Engel; das wird viel zu wenig geschätzt. Man kann aber am meisten Gott verherrlichen an einem Wallfahrtsort, wo die guten, treuen Kinder der Kirche zusammenkommen und sich losreißen und Gott die Ehre geben. Die anderen wollten nichts versäumen. Weil sie Mir die lange Zeit schon die Ehre entzogen haben, werde Ich das schwer bestrafen. Ich will, daß es an den Bischof von Würzburg gelange.“

 

11. April 1913

Jesus: „Durch Zeugen und verständige Männer, die Ich euch herbeigeführt, habe Ich jetzt die Stelle angegeben und gleichsam bestimmt, daß es Mein Wille ist, das von Mir verlangte Denkmal zu errichten“.

 

27. Mai 1913

Jesus: „Die Kirche ist das lebendige Denkmal eines tieflebendigen Glaubenslebens; denn jeder der Pilger soll lesen: „Dem göttlichen Herzen Jesu im heiligsten Sakrament errichtet aus Dankbarkeit von seinen treuen Kindern für die Gnade der täglichen Kommunion“.

 

Lourdes am 7. September 1913:

Wo die Muttergottes zu Barbara Weigand spricht: „So wie Mein Sohn dafür gesorgt hat, dass ich hier verherrlicht werde, so will auch ich dafür sorgen, dass mein Sohn in Schippach verherrlicht werde durch das Denkmal, das er sich dort setzen will.“

 

Am 7. November 1913 spricht Jesus:

„So will ich auch jetzt, dass meine treuen guten Kinder sich sammeln können an einem Ort, wo ich verherrlicht werde.“

 

25. Dezember 1913

Jesus: „Hier verlange Ich eine Kirche für den Allerhöchsten zu bauen, so will Ich im Neuen Bunde durch die Einführung der öfteren Kommunion Meinem auserwählten Volke, welches die Katholische Kirche ist, wieder neuen Lebenssaft zuströmen lassen durch Mich Selbst, die heilige Kommunion, da soll als sichtbares Symbol diese Kirche gelten“.

 

Am 26. März 1914

Jesus: „Das Heiligtum ist so zu bauen, dass mir von dort aus große Ehre und Verherrlichung zuströmen. Ich will aber auch, dass dort für alle Zeiten mein Lobpreis gesungen wird bei Tag und Nacht.“

 

Am 9. Juni 1914

Jesus: „Ich will, dass mir durch den Bau der Sakramentskirche in Schippach ein Leuchtturm errichtet werde.“ Die Sakramentskirche soll eine Friedenskirche werden. Sie soll „ein Zeichen der Liebe und des Friedens werden für alle, die sie betrachten.“

 

1022 Am 1. August 1914

Jesus: „Die Kirche wird gebaut werden als Zeichen des Sieges. Wie sie trotz der welterschütternden Ereignisse doch gebaut wird, so soll aber auch mit ihrer Vollendung der Friede einziehen in die Welt. Sie soll nicht nur als Siegeszeichen über den Unglauben ihrer und Meiner Feinde erstehen, sondern sie soll ein Leuchtturm als Sinnbild der Liebe und des Friedens sein."

Jene versündigen sich darum schwer, die gesetzt sind, andere zu überwachen, die an dem Bau tätig sind und leichtsinnig das Geld ausgeben, das von Arm und Reich zusammengetragen und zu Meiner Ehre verwendet werden soll. Du aber sorge, daß diese Worte Beachtung finden, denn um deinetwillen soll das heilige Meßopfer ohne Unterbrechung Tag für Tag in Rück/Schippach dargebracht werden, weil du alle Verdemütigungen deiner Vorgesetzten lieber auf dich genommen, als daß du Meinen Willen unbeachtet ließest.“ 

 

1027 - Am 21. Februar 1915

Und Ich verlange, daß Deutschland und Österreich mit Freuden ihre Gaben spenden zum Bau dieses Tempels, daß nichts mangle an dessen Schönheit.

 

1029 - Fest des heiligen Josef am 19. März 1915

Jesus: „Ich will, daß die Kirche trotz der vielen Schwierigkeiten weitergebaut werde. Daß Ich aber von Meinen treuen Kindern dieses Dankesdenkmal in dem schrecklichen Weltkrieg zu bauen verlange, soll allen guten und treuen Kindern, die so bereitwillig ihre Gaben spenden und Meinen Willen erfüllen, ein Denkmal des Friedens werden. Ich Selbst will als Friedensfürst in ihnen wohnen schon hier auf Erden und durch die ganze Ewigkeit. Denjenigen, die sich so hartnäckig und mit bösem Willen Meinem Werk widersetzen, soll die Kirche als Leuchtturm des Sieges gelten und eine Mahnung für jene sein, die unberufen Meine Pläne vereiteln wollen, auch wenn es Führer Meines Volkes, des Volkes Gottes sind.

„Sie werden meinen Arm fühlen müssen.“

Jesus: Die Schwierigkeiten, die von allen Seiten gemacht werden, lasse Ich jedoch zu, weil das ganze Werk den Weg gehen muß, den Ich und Meine Braut, die heilige Katholische Kirche, gehen müssen, und weil es einen Weg der Läuterung durchmachen muß, ehe es Mir Ehre und den Menschen Heil und Segen bringen kann. Eine Erneuerung des Glaubens und der Sitten soll der Liebesbund sein und alle, besonders jene, die sich durch Opfergaben beteiligen, oder wie Meine Diener in Wort und Schrift den Kirchenbau und Mein Werk fördern, helfen den Sieg beschleunigen.

Wie Ich einst die Erlösung der Menschen durch blutigen Kreuzestod verdienen mußte, so muß jede Erneuerung des Glaubenslebens in der sündigen Menschheit durch fortgesetzte Miterlösung opfernder Menschen verdient werden. Dein anhaltendes Gebet schon seit deiner Jugend auf, dein beständiges Opferleben in so schlichten, einfachen Verhältnissen hat Mein Herz gerührt.

Darum soll jetzt mit dem Blutbad und all den Geißeln, die damit verbunden sind, auch die sühnende Kraft einsetzen, die die Menschen bessern und die Wunde wieder heilen soll. Die sühnende Kraft, die Ich zwar am Kreuz für alle Menschen verdient habe, soll und wird aber doch für die undankbar sündige Menschheit in Zeiten, wo die Menschheit ihre eigenen Wege geht wie in den letzten Jahrhunderten, sehr verstopft und aufgehalten.

„Der furchtbare Krieg und seine beiden Gefährten, Krankheit und Hungersnot, sind die Arme der zürnenden Gerechtigkeit. Mit dieser Züchtigung soll die Versöhnung Hand in Hand gehen. Die Sakramentskirche in Schippach, ein Leuchtturm des Friedens, eint die sündige Menschheit und ist ein Zeichen des Sieges der Barmherzigkeit über die zürnende Gerechtigkeit. Jedes Fest, das in dieser Kirche gefeiert wird, soll ein Widerstrahl jenes siebenfarbigen Regenbogens sein nach der Sündflut und ein Zeichen, daß Ich mit der Menschheit Frieden geschlossen habe.“

„N. soll N. sagen, er möge in der Welt Umschau halten, ob er noch jemand fände, der vorgibt, es müsse dem Herrn ein Denkmal gesetzt werden aus Dankbarkeit für die Einführung der öfteren Kommunion. Wenn derselbe aber niemand finde, dann soll er das, was er hier durch die Schriften in Händen hat, von Gottes Geist kommend erkennen. Er soll den Liebesbund bestätigen, jenen Priestern, die in Blättern dagegen arbeiten, Einhalt gebieten, und den Kirchenbau in Schippach nach Kräften zu fördern suchen und soll bedenken, welche Ehre ihm übertragen wird durch die Übertragung des Baues und sich wohl hüten zu handeln wie N., damit ihm nicht Ähnliches widerfährt.

Ich will, daß alle guten Christen, auch die Priester dazu beitragen, daß Mir hier ein herrliches Denkmal gesetzt werde.“

 

1031 - Weißer Sonntag am 11. April 1915

Jesus: „Siehe, so belohne Ich schon auf Erden jene Priester, die Meine Worte beachten, die Ich in deinen Schriften niederschreiben ließ, und welche die ihnen anvertraute Herde oft zu Meinem Tische führen. Denn Ich will dir auch zeigen, wie Ich diejenigen belohne, die dafür sorgen, daß Mir hier ein Denkmal errichtet werde. So wie Ich dir heute gezeigt bei der Kinderkommunion, so sollen von hier aus in Strömen die Gnaden fließen. Von hier aus will Ich, daß alle Meine Geschöpfe Mich als ihren höchsten Herrn und Gebieter wieder erkennen sollen, und anbetend niedersinken.

Von dieser Gnadenstätte aus soll Meine Kirche wieder auf den Leuchter gerückt werden. Die höchsten Herrscher der Erde und die geistlichen Würdenträger sollen sich beteiligen, daß der Aufbau sich beschleunige, und wer es wagen wollte, denselben verhindern zu wollen oder ihn zu schädigen durch Hab- und Gewinnsucht, dem werde Ich tun, wie Ich dem getan, der mehr seinen Gewinn als Meine Ehre im Auge hatte. Der Bau soll weitergeführt werden, und zwar in heiliger, gemeinsamer Liebe wie einst der Tempel von Jerusalem.“

 

1039 - Fronleichnam am 3. Juni 1915

Jesus: „Der Unglaube und die Gottlosigkeit hat den Krieg und dessen Folgen heraufbeschworen. Der Kirchenbau wird verzögert, weil alle, die an Meinem Werk arbeiten, noch nicht genügend geläutert sind. Wie Ich diejenigen strafe, die nur zeitlichen Vorteil suchen wollten an Meinem Werk, so strafe Ich all die kleinen Fehler durch Verzögerung des Baues. Alle sollen, wie jene Priester, die in weiter Ferne sind und doch so begeistert arbeiten, ohne Ehrsucht, ohne Selbstsucht aus reiner Liebe zu Gott arbeiten. Dies sollen alle sich beständig vor die Seele führen. Ein heiliges Werk, das die ganze Welt umfassen soll, soll von Meinem Heiligsten Herzen durchgeführt werden!“

 

1040 - Samstag nach Fronleichnam

am 5. Juni  1915

Jesus: „Nach dem furchtbaren Straf- und Bußgericht, unter dem die Welt jetzt seufzt, soll für Meine Kirche eine herrliche, siegreiche Zeit erstehen, wo sie ihren Glanz ungehindert entfalten soll, und kein Mensch soll Mir die Ausrede machen können: „Ich habe die wahre Kirche nicht erkannt!“

Jesus: „Die Demut eures Eucharistischen Königs, Der Sich, in Brotsgestalt verhüllt, hier ein Denkmal errichten will, das fortbestehen soll bis die Posaune des allgemeinen Weltgerichts ertönt. Die glänzenden Sterne, die du siehst, bedeuten all diejenigen, welche mit demütig-gläubigem Sinn an diesem Werk arbeiten und es befördern, nicht jene, die nur zeitlichen Gewinn suchen, sondern Meine Ehre und Verherrlichung im Auge haben. Die Gerechten werden glänzen wie die Sterne am Himmel, denn Ich verlange, daß Fürst und Volk erkennen sollen, daß sie vor Mir sich beugen und alle Meine Majestät in dieser demütigen Gestalt des Brotes anerkennen sollen.“

Jesus: „Tun sie es und helfen sie dazu, daß dieses Denkmal, das Ich nicht umsonst in dieser schrecklichen, die ganze Welt umfassenden Kriegs- und Schreckenszeit zu bauen verlange, ersteht, dann soll und wird der Sieg auf ihrer Seite bleiben. Aber dies wird nur dann geschehen, wenn Deutschlands und Österreichs Kinder, mit den Priestern an der Spitze, offen Sühne- und Bittprozessionen halten. Der Unglaube muß und wird nur besiegt durch demütigen Glauben. Merkt es euch, ihr Reichen, die mit Überfluss gesegnet: Wollt ihr erhalten, was ihr besitzt, dann gebt von eurem Überfluss gern. Wollt ihr glänzen wie Sterne des Himmels durch die ganze Ewigkeit, dann hört auf die Stimme des Herrn, der dieses Denkmal verlangt in diesem armen, verachteten Dörfchen des Spessarts, von wo aus Er allen Stolzen der Erde zurufen will: Ich verlange Anerkennung von Meinen Geschöpfen!“

 

1045 - Am 26. November 1915

Thema: Eucharistischer Liebesbund

Lourdes am 7. September 1913, wo die Muttergottes zu Barbara Weigand spricht: „So wie mein Sohn dafür gesorgt hat, dass ich hier verherrlicht werde, so will auch ich dafür sorgen, dass mein Sohn in Schippach verherrlicht werde durch das Denkmal, das Er Sich dort setzen will.“

Jesus: „Ja, Mein allerbarmendes Erlöserherz schaut mit Erbarmen dem Treiben dieser armen, von blindem Wahn verblendeten Völker zu, die der Geist der Finsternis gefangen hält, und die immer mehr der Verstocktheit anheimfallen. Gleich einer Sündflut schmachtet die Menschheit in den Banden der eitlen Weltlust und Meine warnende Hirtenstimme, die Ich über diese schuldbeladene Erde rufe, sie verhallt inmitten des Jagens nach eitlem Götzentum, und darum habe Ich Meine Getreuen eingeladen zu einem neuen Bund Meines göttlichen Herzens, den Ich zum letzten Mal schließen will, bevor jener große Tag erscheint, wo der Erdball erzittern wird und das Weltenende kommt.

Ja, jetzt will Ich einen Bund schließen und glücklich jene, welche sich zu diesem Bunde bekennen. Ich will sie einführen in die Arche Meines Herzens. Einen Tempel des Friedens habe Ich gewünscht, in den diejenigen einziehen, die ganz nach Meinem Willen handeln. Ja, aber ach, wie furchtbar rütteln die Pforten der Hölle an diesem Tempel, und doch sage Ich heute ganz entschieden, daß alle, welche nicht den Bau dieser Arche Meines göttlichen Herzens befördern, furchtbar heimgesucht werden. Sechs Zornesengel stehen bereit. Diese werden, einer nach dem andern, die Erde heimsuchen und furchtbares Wehklagen wird den Erdkreis erfüllen. Alle aber, welche bereits sich mit ganzem Herzen zu Meinem göttlichen Herzen bekennen, werde Ich wunderbar von vielen Plagen verschonen.

Wenn dann die bisher so blinde Menschheit einsehen wird, daß nur in Meiner heiligen Eucharistie wahres Heil zu finden ist, dann erst wird Meine Arche das Fest des wahren Friedens sehen. Ja, dann werden Meine wahren Anhänger sich versammeln, um Mein hochheiliges Sakrament zu verehren, und ein Band der Liebe wird dann Meine Getreuen vereinen.

Dann werde Ich ausgießen Meinen Geist über alles Fleisch und herrliches, übernatürliches Leben wird erstehen und mit Freuden werden dann alle schöpfen aus dem Wunderquell des eucharistischen Lebensquells.

Ja, Meine geliebte Braut, dieses nun Gesagte sei eine Warnung für jene Seelen, die Ich bereits zu Meinen Getreuen zähle, die aber immer noch zweifeln an Meinen Verheißungen. Ja, Ich werde noch manche Seele zu dir führen, und alle, welche Ich für befähigt finde, diese Meine Worte zu fassen, ihnen mußt du sie kundtun, damit sie sich stärken auf die kommenden furchtbaren Zeiten, die diesem Weltenbrande folgen. Ja, jetzt schon schaue Ich voll tiefer Besorgnis nach Meinen Getreuen, die wie Lämmlein unter Wölfen sich befinden und so oft von diesen überfallen werden. Ja, ein Heilmittel steht allen bereit, aber dieses Heilmittel der heiligen Eucharistie, es wird verschmäht und darum müssen die Menschen geheilt werden durch furchtbare Zuchtruten, die Mein himmlischer Vater über diese so widerspenstigen Kinder verhängt. Ja, glücklich alle, welche diese Meine Warnungen zu hören das Glück haben, aber nicht bloß hören, sondern danach handeln.“

 

1063 - Am 22. Februar 1916

Thema: Scheidung der Geister

Jesus: „Die Scheidung der Geister beginnt nun den gefährlichsten Charakter anzunehmen, den nämlich, daß der Satan seine List nun heimlich verbirgt und dadurch unzählige Seelen irreführt. Ja, in einem anscheinend frommen und tugendhaften Menschen kann sich nun seine List verbergen und dadurch vielen zum Verderben werden.

Dadurch nun werden Meine lieben Auserwählten irre, und wer nicht durch jahrelange Prüfungen und Opfer Gnaden gesammelt hat, wird niemals standhalten; denn der Satan benützt alle seine List, die Auserwählten irrezuführen.

Darum ist jetzt eine Zeit für Meine heilige Kirche angebrochen, eine furchtbarere, als sie die ersten Christen durchgerungen haben. Dort hat auch Satan furchtbar gewütet, aber nicht so im geheimen und nicht so versteckt wie jetzt. Wer soll jetzt erkennen, welcher Geist einen Menschen trägt, der mit uns verkehrt und welches Ziel er im Innern verfolgt? Nur wem die Gabe der Geisterunterscheidung gegeben wird, der wird erkennen, welcher Geist innewohnt. Ja, Mir bangt jetzt ganz besonders wieder vor allem um Meine geliebten und teuren, ach so wenig wahrhaft guten Priester. Mehr als je wird nun der Satan sich verbergen und unter den süßesten Reden und frommen Übungen wird er seine Opfer gewinnen. Ich würde niemals diese hohen Geheimnisse bis ins Kleinste klarlegen, wenn nicht furchtbare Gefahren drohen würden. Ja, der Weltkrieg war bis jetzt furchtbar und wird noch furchtbarer werden, doch jetzt bricht ein anderer Kampf an, nämlich derjenige, wo es heißt, entweder ganz zu Christus und Seiner heiligen Kirche oder ganz zu Satan und seinem Anhange zu gehören. Dieser verdeckt nun seine List hinter solchen, die sogar kirchliche Würde tragen, so daß dadurch viele verführt werden. Jetzt aber gilt kein Stand und kein Ansehen der Person mehr, sondern nur die inneren Gesinnungen und Gefühle des Herzens.

Wie vieles erdulde Ich nun, wenn so viele Meiner teuren Priester irregehen nur deshalb, weil sie auf Stand und Würde einer Person Rücksicht nehmen.

Darum muß nun der ganze Kirchenleib zerstört und neu aufgebaut werden, und zwar werden nur die zum Aufbau zugelassen werden, die ganz und voll mit Meinem heiligen Willen einiggehen. Einen geteilten Geist, wie ihn Meine heilige Kirche bisher getragen hat, kann Ich nun nicht mehr dulden.

Wenn Ich nun persönlich wieder auf Erden wandeln würde, wie schwer würde es Mir heute werden, zwölf Apostel zu erwählen, die alles zurücklassen würden und ungeteilt sich Mir hingeben würden. Ja, und wenn Ich heute in den Wolken des Himmels zum Gericht kommen würde, was für Lebendige hätte ich da zu richten. Wie viele müßte Ich da zur Linken stellen! Mir erbebt Mein Herz bei diesem Gedanken! Und nur diese wenigen Guten, sie sind wie Körner unter der Spreu. Wie schwer würde es, müßte man unter einem Sack voll Spreu einige gute Körner sammeln, die versteckt darin liegen. So erscheint Mir Meine heilige Kirche. Wie wenige gute Körner sind verborgen, und will Ich nun diese wenigen Guten zum eucharistischen Friedensmahl auf Erden sammeln, dann muß zuerst ein scharfer Wind die Spreu wegfegen und vertilgen.

O ja, Meine teure Braut, Mein gutes Herz! Ich weiß, welch unendlich schwere Arbeit auf dich wartet und wie wenig gute Körner auch du finden wirst. Doch Mein eucharistischer Heilsplan wird zu Ende geführt, mag auch die Hölle noch so heftig toben um das Schifflein Petri. Darum sei unbesorgt. Ich bin bei dir und bald werden alle Zweifel dir gegenüber verstummen; denn Meine Kraft wird voll und ganz in dir sichtbar werden, sowohl in dem Blick, wie in den Reden und deinen Schriften. Nicht sichtbar komme Ich mehr zur Erde, aber mit Meinem ganzen Geist, und zwar belebt derselbe nicht nur deine Geisteskräfte, sondern auch den ganzen Körper. Darum sei ohne Furcht. Die sichtbaren Heimsuchungen werden dein Wirken unterstützen und auch dem geheimen Geisteskampf ein Ende machen. Sei gesegnet mit Meiner ganzen Liebe und gesegnet seien alle, die dich stützen.“

 

1093 - Am 12. November 1918

Jesus: „Schreibe Meinen Kindern, daß sie ruhig bleiben, wo sie sind. Bin Ich nicht mächtig genug, sie zu beschützen? Auch Deutschland muß gestraft werden, weil Meine Diener zu stolz sind, Meine Worte anzunehmen und den Kirchenbau vernichten wollen, den Ich als Ölzweig des Friedens errichten wollte. Sie müssen mit Meinem Volk gestraft werden, weil sie die Worte, die Ich an sie richte in deinen Schriften, nicht beachten und dadurch auch die Worte Meines Dieners Paulus nicht, der sagt: „Prüfet die Geister! Was gut ist, behaltet!“

 

1098 - Am 14. und 17. Dezember 1918

Jesus: „Von dem Werk, das Ich hier gründe, soll ein neues Glaubensleben anfangen, und das Werk soll bestehen bis zum letzten der Tage. Dies Werk soll der Welt eine Warnungstafel sein, um nicht wieder in eine solche Gottlosigkeit zu verfallen. Durch das Werk wird dann eine schöne Zeit entstehen für Meine heilige Kirche.

Wenn aber dann die Welt noch einmal in eine solche Gottlosigkeit versinkt, wie sie jetzt ist, dann ist Meine Geduld am Ende, und es kommt das Ende der Welt. Jetzt überlasse Ich die Welt ganz sich selber. Euer Bund soll bestehen die ganze Ewigkeit. Meine Diener beten jetzt zwar, aber die Strafe müssen sie jetzt aushalten.“

 

1101 - Am 12. und 18. Januar 1919

Jesus: „Nicht eher wird der volle Friede einziehen, bis auf der Kuppel der Sakramentskirche die goldene Monstranz erglänzt und der Welt – wie einst der Gottlose – zuruft: Nazaräer, du hast gesiegt! Eucharistie, du hast gesiegt! Dann werden auch für euch noch einmal fröhlichere Zeiten kommen. Meine Kirche muß erst eine große Läuterung durchmachen. Dann wird Meine Kirche gebaut.“

 

1103 - Freitagnacht am 31. Januar 1919

Jesus: „Meine Kinder! Hier an diesem Gnadenort will Ich ein Werk aufrichten, das die sündige Menschheit erinnern soll, was Ich ihr getan, daß Ich Mich Selbst geschenkt habe der sündigen Menschheit, um sie aus den Klauen des höllischen Drachen zu erretten. Die Menschheit glaubt nicht mehr an einen Gott. Sie glaubt nicht mehr, daß diesem Gott es freisteht, Seine Geschöpfe vernichten zu wollen oder sie zu retten. Und wenn Meine Diener weiterfahren, Mein Werk hinzuhalten und nicht bald eine Audienz kommt, daß Meine Kirche gebaut werden darf, dann werden sie einen gerechten Gott hier an diesem Werk finden. In Schippach will Ich den Glauben und die Demut Meiner Priester prüfen. Glauben sie nicht, was in deinen Schriften niedergelegt ist, dann werde Ich noch Meine Tenne säubern.

Schreckliche, schreckliche Dinge werdet ihr noch erleben, wenn die Menschheit so weitermacht. Die Jugend wird Mir von Tag zu Tag mehr entrissen. Sie wird unsittlich und gottlos, weil man nicht mehr glauben will, daß Ich in Meiner Schöpfung wirke, daß Ich Mir Werkzeuge erwähle, wie Ich jederzeit getan, durch die Ich warnen, trösten, aber auch Strafen Meinen Geschöpfen ankündigen kann und will. Nichts mehr richten Meine Diener aus; alle Worte verhallen im Wind. Die Gebete Meiner Gerechten, Meiner Auserwählten dringen nicht mehr durch, weil die Eisdecke des Unglaubens sie niederhält, die Eisdecke, die gelegt worden ist, indem man das Übernatürliche für eine Krankheit erklärt und alles auf natürlichem Weg erklären will wie der ungläubige Arzt und der ungläubige Mensch.

Und das lasse Ich Mir nicht mehr bieten. Ich werde strafen und so lange strafen, bis Meine Kirche wieder geläutert und gesiebt ist, bis man wieder glaubt, daß Ich durch Geschöpfe zu Geschöpfen reden will. Es soll an deinen Bischof gelangen, was Ich heute Abend mit dir rede.“

 

 

1105 - Septuagesima am 16. Februar 1919

Jesus: „Gesetzt den Fall, daß der Kirchenbau vernichtet würde, was Ich nicht zulasse, Ich lasse Mich an Großmut nicht übertreffen, dann hättest aber du und deine Freundin Luise, Frl. von Sch. und Frl. Cas. denselben Lohn, als wenn Ich alle Tage in dieser Kirche verherrlicht würde und Tag und Nacht Mein Lob darin gesungen würde. Ihr alle und auch die armen Dienstmädchen, die so opferfreudig ihre sauren Pfennige hergaben, habt denselben Lohn. Aber denen, die schuld sind, daß Mir Meine Ehre so entzogen wurde, lasse Ich es die ganze Ewigkeit nachklingen, und bis zum Ende der Welt müssen sie es fühlen.

Ich habe dir neulich gezeigt bei der verstorbenen N., daß ihre Glorie sich jedes Mal im Himmel verdunkelt, so daß es alle Heiligen sehen, wenn auf ihre Fehler die Sprache kommt. Deshalb bat sie dich, ihr diese Beschauung zu ersparen. Ihr aber, wenn die Zeit gekommen ist, wo Ich euch heimhole, von euch soll die ganze Ewigkeit ein besonderer Glanz ausgehen. Und wie werdet ihr euch freuen! Denn bei Mir ist es nicht vergessen, was ihr gelitten, wie jetzt noch all die falschen Anschuldigungen sich in den Herzen der Menschen festgesetzt haben und haften bleiben. Aber auch jetzt laßt euer Licht leuchten, auch nach außen hin. Sobald das Wetter besser ist, macht eine Wallfahrt. Ihr bekommt alles vollständig belohnt, wenn es auch nicht zustande käme.

Aber von den Gegnern, die die Sache hintertrieben haben, verlange Ich strenge Rechenschaft. Sie müssen durch die Verdunklung ihres Glanzes die ganze Ewigkeit büßen. Denn Ich habe die Menschen erschaffen, um Gott zu loben und zu preisen, und habe dem Menschen einen Engel beigegeben, der ihn immer wieder ermahnen soll an sein Ziel, weil der Mensch immer wieder zum Irdischen hinneigt, weil er minder erschaffen ist als die Engel; das wird viel zu wenig geschätzt. Man kann aber am meisten Gott verherrlichen an einem Wallfahrtsort, wo die guten, treuen Kinder der Kirche zusammenkommen und sich losreißen und Gott die Ehre geben. Die anderen wollten nichts versäumen. Weil sie Mir die lange Zeit schon die Ehre entzogen haben, werde Ich das schwer bestrafen. Ich will, daß es an den Bischof von Würzburg gelange.“

 

1107 - Am 4. und 5. März 1919

Jesus: „Dem Herrn Pfarrer N. tue zu wissen, daß alle diejenigen, die dazu beitragen, daß die Friedenstaube sich in Deutschland erheben kann (Sakramentskirche in Schippach), denen verspreche Ich, daß die Wogen des Zeitgeistes sie nicht berühren werden. Er wird seinen Glauben treu bewahren und mit Zuversicht und Gottvertrauen aus der stürmischen Zeit hervorgehen.

Die Kirche sollte der ganzen Welt ein Fingerzeig sein von der unendlichen Liebe und Güte Gottes, die, weil Seine Barmherzigkeit so groß wäre, zu der Strafe auch das Heilmittel stellt, wodurch die Wunde wieder geheilt werden kann unter Seinen Völkern. Aber ein tieflebendiger Glaube müsse erstehen, und da müsse das Priestertum anfangen. Es werden noch Fürstlichkeiten sich am Werk beteiligen, und wenn Völker von Nord und Süd, Ost und West hierher pilgern, werde Ich bei Tag und Nacht verherrlicht.“

 

1110 - Seelenamt für Lieschen am 27. März 1919

Gleich zu Beginn kam Lieschen hinter dem Altar her, um mit anzubeten.

Sie sagte:
Lieschen († 1918): „Ich war nicht gleich so glücklich. Ich mußte erst eine Läuterung durchmachen wegen meinem Charakter, obwohl ich mir viel Mühe gegeben und in den Himmel kommen wollte. Aber wir Menschen haben alle unsere Eigenheiten. Jetzt bin ich überaus glücklich. Wie glückselig ist es, das Angesicht Gottes schauen zu dürfen. Da kann sich der Mensch auf der Welt keinen Begriff machen. Ich hatte zwar meine Fehler, aber ich habe mich sehr bemüht, Gott zu verherrlichen, wenn auch nicht wie ihr beide. Durch die Schriften habe ich meinen Lohn.

All die guten Anregungen wurden so herrlich belohnt. Haltet ihr nur zusammen. Ihr könnt nicht begreifen, was euch erwartet in der Ewigkeit für die Verherrlichung Gottes, die daraus entsteht. Was war der Liebesbund, den ihr ausbreiten wolltet, nichts anderes als eine Verherrlichung Gottes, und der Kirchenbau war nur eine Verherrlichung Gottes. Der ganze Himmel freut sich an Seelen, die nicht am Irdischen hängen, die an ihr letztes Ziel denken. Was wird da mal Gott verherrlicht, wenn die Kirche dasteht in ihrer Pracht und die Monstranz weithin leuchtet und die Menschen durch das Tal ziehen. Alles sagt sich dann in Staunen: „Eucharistie, du hast gesiegt! Laßt euch nur ja nicht mehr trennen!“

Barbara: „O liebes Lieschen! Grüße uns herzlich alle unsere lieben Freundinnen und Verwandte dort oben.“

Lieschen: „Und du, grüße mir herzlich Frl. N. und sage ihr, sie hätte nichts Besseres tun können, als was sie an der Kirche getan, und sie soll tun, was sie kann, daß auch der Plan recht durchgeführt wird, daß es auch so herrlich wird, wie Gott es will. Sie kann nichts Besseres tun, als dieses Werk verherrlichen helfen, weil davon der tieflebendige Glaube wieder hervorgeht. Weil das Werk so bekämpft worden ist, so ist es der ganzen Welt ein Wahrzeichen, daß es einen Gott gibt. Und dasselbe sage Frl. N.: Das Werk wird gebaut!“

Barbara: Ich durfte die vollendete Kirche sehen und wie die Monstranz glänzt und welche Umänderung in den Leuten war. Sie waren alle mehr auf das religiöse Leben hingerichtet.

 

1112 - Herz-Jesu-Freitag am 4. April 1919

Jesus: „Ich werde gleichsam genötigt, noch viele Heimsuchungen zu senden über Meine jungfräuliche Braut, die heilige Kirche. Meine Braut hat das Augenlicht verloren. Meine Diener, die Bischöfe, wollen nicht mehr sehen, warum Ich so schrecklich strafe und wer die meiste Schuld trägt. Sie selbst halten sich die Augen zu, damit sie nicht sehen, wie überall bei so vielen ihrer anvertrauten Priester der Weltgeist einzieht. Alle Meine Warnungen, Drohungen und Bitten durch Meine erwählten Werkzeuge werden verschmäht und spöttisch abgewiesen. Darum komme, Ich will dir zeigen, warum Ich jetzt so Strafe.“

Jesus: „Sieh, die dürren Steppen sind die heidnischen, ungläubigen und irrgläubigen Völker, in deren Mitte Ich Meine wahre Kirche gegründet und hineingestellt habe. Das Ackerland ist bebaut, aber der Weltgeist überwuchert in der jetzigen Zeit den Acker Meiner wahren Kirche, so daß die übrigen Völker nichts mehr sehen als das emporgeschossene Unkraut.

Darum muß Ich strafen und entsetzlich strafen. Würden aber Meine Diener, die Bischöfe, Meine Worte beachten, Mein Heiligtum bald errichten, dann brauchten sie nicht Maschinengewehre in ihrem Palais aufzupflanzen, und ein tieflebendiger Glaube und ein kindliches Vertrauen auf den besonderen Schutz Meines Heiligsten Herzens würde sie mit Zuversicht über alles hinwegheben. Tun sie es nicht, dann werden sie bei ihrem Erwachen ihren anvertrauten Klerus nicht wiedererkennen. Der Geist der Welt wird viele mit fortgerissen haben.

 

1125 - Am 29. September 1919

Jesus zu Barbara Weigand am 29. September 1919:
"Die Kirche wird noch gebaut, wenn die Menschen genug gezüchtigt sind, und wenn sie sich nicht fügen und in ihrem Hochmut weitergehen, werde Ich sie zermalmen, wie man harte Steine zerstiebt."

 

1126 - Jesus am 19. Oktober 1919

„Sage allen Freunden, daß ihnen alle Opfer für die Sakramentskirche so belohnt werden, als ob Ich jetzt schon Tag und Nacht darin angebetet würde. “

 

1132 - Am 3. Februar 1923

Denn nicht alle haben das Glück, wie du und deine Freundin Luise, auch für Mich leiden zu dürfen. Ihr beide habt schon viel gelitten für Mich und Meine Ehre. Ihr wolltet beide Mir eine große Ehre erweisen, und das ist doch das größte, was eine Seele tun kann in ihrem sterblichen Leben. Sie will sich nicht nur reinhalten von schwerer Sünde, das wollen alle frommen Seelen, keine schwere Sünde tun, um Mir Freude zu machen, sondern sie will auch Meine Ehre fördern und nicht nur sich selbst betätigen, sondern auch andere aneifern, damit Ich recht verherrlicht werde, nicht nur in der Ewigkeit, sondern auch hier auf Erden unter Meinen Geschöpfen.

Das ist doch das Wichtigste von allem, und das kann am besten erreicht werden durch das Werk, das ihr anstrebt, nämlich den Menschen Gelegenheit zu geben, wo die guten, treuen Seelen zusammenkommen können, um Mir Ehre zu erweisen, wie das ist bei dem Kirchenbau in Schippach.

Es soll dort ein Kloster gegründet werden, wo Ich Tag und Nacht verherrlicht werde, nicht nur von den Klosterleuten, sondern auch von all den Pilgern, die hier ihre Lobgesänge darbringen werden. Deshalb will Ich dir zeigen, daß Ich euch Meines Schutzes auf ganz besondere Weise teilhaftig mache, daß Ich euch schütze vor den Gefahren. Das bedeutet die Scheidewand, wo Ich euch hingeführt.“

 

1143 - Palmsonntag am 25. März 1923

Dieses Heiligtum, das in Schippach gebaut werden soll, umfasst die ganze Welt. Es wird gebaut für alle treuen Kinder Meiner Kirche. Wenn es einmal erstanden ist, dann wird Friede einkehren unter den Völkern, und Meine Kirche wird auf den Leuchter gestellt werden, von wo aus alle Völker sie sehen sollen. Deswegen verlangte ich, daß sie auf die Höhe eines Berges gebaut werde, weil das Äußere an sich schon ein Vorbild sein soll von der inneren Erneuerung der ganzen Kirche und sie auf den Leuchter gestellt werden soll.

 

1147 - Am 9. Mai 1923

Jesus: „Grüße Mir recht herzlich Meine guten Kinder in Amerika, alle, die sich empfehlen ließen in dein Gebet. Sie stehen in ähnlichem Alter wie du und werden bald eingehen in die ewige Herrlichkeit. Ich wünsche sehr, daß sie dem armen, zertretenen Deutschland zu Hilfe kommen mit dem Heiligtum, indem sie alles aufbieten, um das Heiligtum zu unterstützen, das Mir die Welt errichten soll als ein Denkmal der Dankbarkeit für die große Gnade der täglichen Kommunion.

Es ist nicht nur ein Zeichen der Liebe und Güte und der unendlichen Barmherzigkeit Gottes gegen die Menschen, sondern es soll auch einen Damm und eine Schutzmauer geben gegen das wütende Toben der Hölle in dem Freimaurertum und dem Kommunismus und Sozialismus, die sich alle zusammen verbinden wollen, um in Deutschland das katholische Glaubensleben zu vernichten. Daher kommt es, daß sie diese Einheitsschule errichten wollen, um ja die katholische Schule zu vernichten, daß die Kinder in der Glaubenslosigkeit der Schule aufgezogen werden. Dagegen will Ich dieses Denkmal inmitten von Deutschland in deinem Heimatdörfchen errichten, weil Ich durch dich der Welt länger als ein halbes Jahrhundert gesagt habe: „Ich will die öftere Kommunion eingeführt haben in der ganzen Welt“, weil Ich das alles voraussah und Ich Meine treuen Kinder zusammenscharen will.

Diese müssen gegen die Gottlosigkeit und den Unglauben mit aller Entschiedenheit ankämpfen, indem sie ruhig alle Leiden ertragen, die Ich über sie kommen lasse und die gottlose Welt und die Wut der Hölle. Wenn dieses Heiligtum gebaut ist und die feierlichen Gottesdienste gehalten werden, dann soll die ganze Welt in diesem Heiligtum das Siegeszeichen erkennen, daß Meine Kirche siegt über all die Angriffe der Hölle und ihre Anhänger auf Erden.“

 

1148 –  Fest des heiligen Antonius am 19. Juni 1923

Ihr verlängert die Strafgerichte, die auf der Menschheit lasten, und die Ehre und Verherrlichung, die Mir, eurem Gott und Herrn, durch die Verzögerung des Kirchenbaues in Schippach entzogen wird, werde Ich einstens jenen entziehen, die die Verzögerung verschulden. Und je mehr Gottlose Meine Gottheit leugnen, desto mehr verlange Ich, daß Meine treuen Kinder Mich vor den Menschen bekennen.

 

1153 - ROSENKRANZ FEST am 27. Oktober 1923

Jesus: „Sage Meinem Sohn, dem Bischof von Mainz, er möge sich jetzt noch ruhig verhalten, aber im Monat Mai möge er sich noch einmal nach Rom wenden und um die Genehmigung zum Kirchenbau bitten, denn die liebe Mutter Gottes habe dir in Lourdes gesagt: ‚So wie Mein Sohn gesorgt hat, daß Ich hier in Lourdes verherrlicht werde, so will Ich sorgen, daß Mein Sohn in Schippach verherrlicht wird!‘ Die liebe Mutter Gottes wird es durchsetzen, du erlebst die ganze Herrlichkeit nicht, aber du wirst mit allen Engeln und Heiligen kommen und der Einweihung beiwohnen. Erst dann, wenn die Friedenstaube fertig ist und durch die Lande fliegt, kommt der Friede, und die Völker werden sich versöhnend einander die Hände reichen, nicht eher!“

 

 

Das Altarbild und der Schutzpatron
der Sakramentskirche

 

992 - Das Altarbild am 2. Juni 1910

Jesus: „Siehe, dies soll das Bild sein, das die zu erbauende Kirche deiner Heimat zieren soll über oder hinter dem Hochaltar. Es stellt den Bund der Liebe vor, den Ich mit allen treuen Kindern Meiner Kirche geschlossen habe durch die Einführung der öfteren, heiligen Kommunion. Im Opfer der heiligen Messe leitet der Priester Tag für Tag den Strom der Gnaden aus Meinem Herzen.

Diese Gnaden sollen aber nicht im Altar verschlossen bleiben, sondern durch die heilige Kommunion ausgeteilt werden allen, die nach Gnade von Mir verlangen. Dies soll aufgeschrieben und ihnen übergeben werden, daß Ich es so verlange. Es findet seine Geltung, wenn auch nicht jetzt.“

 

 

11. April 1913

spricht der Herr: „Ich will abgebildet sein über dem Altar als die Quelle des lebendigen Wassers, wie du mich geschaut, dass mein Herz geöffnet war und ein Strom Wassers sich ergoss in ein Becken unter meinen Füßen.“

 

1039 - Fronleichnam am 3. Juni 1915

Jesus: „Es ist Paschalis Baylon, Mein treuer Sohn. Sage Meinem Diener, daß Hl. Paschalis Baylon Schutzpatron der Sakraments-kirche dieser Verehrer des Eucharistischen Gottes Patron dieser Kirche werden soll. Mit so kindlich-gläubigem Gemüt, wie er Mich anbetete, will Ich hier angebetet sein.“

„Für die Sakramentskirche und den ganzen Liebesbund soll Paschalis als Schutzpatron aufgestellt werden, weil dieses Denkmal aus dem Liebesbund herausgewachsen und alle Mitglieder des Liebesbundes an Paschalis ihr Vorbild sehen und Mir, wie er, ihre Anbetung darbringen sollen, so demütig-gläubig und ohne Menschenfurcht.

Hl. Paschalis Baylon
* 16. Mai 1540  
† 17. Mai 1592

 


Der große Heilige der Eucharistie und ewigen Anbetung
www.barbara-weigand.de/Paschalis_Baylon.html

 

 


 

Zeitlicher Geltungsbereich

der Schriften Barbara Weigand.

 

31 Am DritteN Freitag im Dezember 1895

Jesus: „Denn es wird eine Zeit kommen, wo die Schippacher gläubige Katholiken keinen Zweifel an den Worten aufkommen lassen, die Ich mit dir spreche und zur Nutzanwendung kommen werden."

 

175 - Fronleichnamsfest 1897

Jesus: „Denn es ist nicht für ein Jahr und nicht für diese Zeit allein, es ist für die Zukunft geschrieben.“

 

207 - Fest der Heiligen Katharina im Nov. 1897

Katharina: „Daß das, was der Herr durch diese Dienerin wirkt, von hoher und großer Wichtigkeit für spätere Zeiten, für spätere Generationen ist.“

 

294 - Zweiter Freitag im Juni 1899

Jesus: „Wenn ihr einmal eingegangen sein werdet und die Schriften allenthalben gelesen werden, dann ist der Liebesbund in der ganzen Welt begründet, sowohl unter den Ordensleuten wie in der Welt.“

 

 


 

 

Erläuterungen und Geschichte
der Sakraments-, Dankes-, Gedächtnis-
und Friedenskirche von Schippach

Als Friedenskirche will die Kirche von Schippach den einzigen Gedanken verkörpern: „Liebet einander, wie ich euch geliebt habe!“ – den einzigen Gedanken, der wieder einen kann, was jetzt getrennt ist und doch nicht getrennt bleiben darf. Aber nur heiliger Boden ist imstande, den Gottesfrieden aufblühen zu sehen: in der Dankes-, Gedächtnis- und Friedenskirche von Schippach soll er geschaffen werden von dankbaren Kindern Gottes.

 

Aus -  MEIN LEBEN FÜR GOTT  (Verfasst v. Barbara Weigand 85-jährig).

Barbara Weigand: Bischof Kirstein, sagte mir: Alles, was in mir vorgeht in den Ekstasen, soll ich ihm aufgeschrieben zuerst bringen. Dies befolgte ich auch. (Georg Heinrich Maria Kirstein, Bischof von Mainz von 1904 bis 1921)

Barbara Weigand: Im Jahre 1905 ging mein hochwürdigster Herr Beichtvater, Bischof Kirstein, nach Rom und weilte dort 6 Wochen. Als er zurückkam, wurde von allen Kanzeln in Mainz verkündet, daß die öftere Kommunion eingeführt wird in der ganzen Welt.

Dekret Sacra Tridentina Synodus 20. Dezember 1905
Kommuniondekret der Oftkommunion, das von Papst Pius X. gewährt wurde. Kongregation für die Sakramentenordnung im Pontifikat von Papst Pius X.

 

 

MEIN LEBEN FÜR GOTT

Verfasst v. Barbara Weigand 85-jährig.

Barbara Weigand: So wahr es ist, daß Er durch mich Armseligste die Einführung der täglichen Kommunion verlangte, so wahr ist es aber auch, daß Er diesen Kirchenbau verlangte. Diese Kirche soll stehen bis zum Ende der Welt als Warnungstafel für die, die es wagen wollen, an dem Kommuniondekret von Papst Pius X. zu rütteln.

 

Geplante Sakramentskirche in Schippach

Nachdem ihre Sendung als Mahnerin und Wegbereiterin für die Rückkehr zur urchristlichen Praxis des regelmäßigen, öfteren Kommunionempfangs erfüllt war, wurde sie vom Herrn mit dem Bau einer Sakramentskirche in ihrer Heimatgemeinde Schippach als Denkmal des Dankes für die Gewährung der sogenannten „Oftkommuniondekrete“ und mit der Gründung des „Eucharistischen Liebesbunds des göttlichen Herzens Jesu“ beauftragt. Dieser verbreitete sich rasch und erhielt in acht Diözesen das kirchliche Imprimatur.

 

 

St. Pius-Kirche in Schippach

Der Verwirklichung der Absichten, die uns der Herr durch die Schippacher Jungfrau Barbara Weigand mehrfach mitgeteilt hat, dient auch dieser Mahnruf an alle, die guten Willens sind. Die Verwirklichung dieses Auftrages des Herrn an uns betrachten wir als eine heilige Pflicht, die keinen weiteren Aufschub mehr zu läßt und glaubwürdig erscheinen läßt, zumal in der Vergangenheit viel widersinniges und widersprechendes Geschehen in dieser Schippacher Sache durch Kirchenherren in Würzburg und Mainz ausgelöst worden ist, was einige grundsätzliche Betrachtungen, Aufhellungen und Richtigstellungen nötig macht. Auch schon deshalb, weil heute überwiegend die Meinung vorherrscht, mit dem Bau der neuen St. Pius-Kirche in Schippach, die 1980 eingeweiht worden ist, sei dieser vom Herrn geforderte Kirchenbau erfüllt. Richtig ist jedoch dagegen, daß es sich hierbei um eine Pfarrkirche der beiden Marktgemeinden Schippach und Rück handelt und die bischöflichen Stellen in Würzburg stets von der Pfarrkirche St. Pius in Schippach gesprochen haben.

Die Piuskirche ist auf den Fundamenten der unvollendeten Sakramentskirche errichtet worden. Die Sankt Pius Kirche wurde am 3. Oktober 1980 durch Bischof Josef Stangl zu Ehren des heiligen Papstes Pius X. geweiht.

Somit ist der Bau einer Sakraments- Dankes- Gedächtnis- und Friedenskirche nicht erfolgt. Ein großes Zeichen des Dankes schulden wir unserem Herrn für eine Kirche zu Ehren des Eucharistischen Königs mit der goldenen Monstranz auf deren Kuppel, die weithin leuchtet. Das soll nach dem Willen des Herrn durch die Weltkirche in Schippach angemessen und glaubwürdig zum Ausdruck gebracht werden und dafür haben der Gottesdienerin Barbara Weigand während der Zeit ihres Wirkens tausende von Spendern Geld anvertraut. Schon allein dafür schuldet die Kirche diesen treuen Katholiken Aufarbeitung der Schippacher Sache und Wiedergutmachung.

Der Bischof von Würzburg versagt der Angelegenheit Barbara Weigand bis heute eine sachliche Bewertung und Aufarbeitung durch eine erstinstanzliche Untersuchung des Tugendlebens und Wirkens dieser unbescholtenen Dienerin des Herrn während der Zeit vom 1893 – 1943 in den Diözesen Würzburg und Mainz und die Aufschreibungen darüber.

Die Sakramentskirche soll als Friedenszeichen des einen wahren Friedensfürsten Jesus Christus in Schippach emporragen und der Menschheit verkünden, daß Eintracht, Friede und Liebe in Wahrheit nur bei Dem zu finden ist, Der unter der Brotsgestalt verborgen auf unseren Altären thront und mit Sehnsucht auf uns wartet.

 

Geschichtliches zu den Jahren
1914 bis 1916

Alle Schwierigkeiten waren behoben: Der Berg war abgegraben, das Fundament gelegt, das Material war angefahren und zubereitet, Kies, Sand, Zement, Backsteine lagen in großen Mengen bereit; die gewaltigen eisernen Träger waren an Ort und Stelle, Werkzeuge und Maschinen einer weltweit bekannten Baufirma aus Oberursel (Hessen) waren in Tätigkeit, über 120.000 Goldmark waren dafür bereitgestellt worden und der größte Teil der Kosten war bereits bezahlt, da trat im November 1915 unerwartet ein großes Hindernis ein. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel erschien im Amtsblatt der Diözese Würzburg am 12. November ein Erlaß des Bischöflichen Ordinariates, welcher in lakonischer Kürze die kirchliche Baugenehmigung zurückzog: „Wir sahen uns veranlaßt, die Genehmigung zum Bau einer Sakramentskirche in Schippach unterm 12. November d. Jhrs. bis zur erfolgten Entscheidung Roms zurückzuziehen" (Diözesanblatt 1915 S. 266.).

Was war geschehen? So fragte man sich allenthalben. Hatte doch dieselbe Behörde noch sieben Wochen vorher zu dem Werke Gottes Segen gewünscht und wußte um die enormen finanziellen Anstrengungen unzähliger Förderer und Befürworter des Kirchenbaues in Schippach und auch um den bereits erreichten Fortschritt des Bauwerkes in Schippach.

Man konnte das schier Unglaubliche nicht fassen. Wie? Unser Bischof verbietet uns die Kirche, derselbe Bischof Ferdinand, der vor unseren Augen auf der Kanzel stand und uns nachhaltig und eindringlich aufmunterte zu dem großen Werk, daß wir armen Bäuerlein und Taglöhner unsere Äcker zum Bauplan gaben und unsere Mitarbeit am Baugrund unentgeltlich einbringen sollen?

Was war geschehen und wie konnte es passieren, daß eine kirchliche Behörde in einer so ernsten Sache ihren früheren Beschluss so radikal und unmenschlich umstieß? So stand das arme Volk 1916 rat- und führerlos da, so kann man in den Dokumenten heute noch nachlesen, umstanden die Menschen die die inzwischen brachliegende Großbaustelle, und konnten es nicht fassen. Als aber einige Wochen später staatliche Behörden und die Polizei anrückten, die Baustelle hermetisch absperrten und die Arbeiter und Firmen zwang, alle Arbeiten einzustellen, so daß die Arbeiter allesamt entlassen werden mußten, da kam es den Beteiligten zum Bewußtsein, daß es mit dem Verbot bitter Ernst geworden war. 

Freilich war die Presse nicht so zögerlich, was die Schippacher Sache betraf, und wer die Presse, heimische wie auch beispielsweise die Augsburger Postzeitung etwas verfolgte, hatte schon ahnen können, welches die dunklen Kräfte waren, die den Kirchenbau unterwühlt hatten. Schlag auf Schlag waren nämlich in den Zeitungen Aufsätze mit aufsehenerregenden Titeln über den Schippacher Kirchenbau erschienen, die nichts Gutes ahnen ließen. In der Tagespresse im ganzen Bayernlande, wenige Blätter ausgenommen, in Hessen und im Rheinland, im Schwabenland und in Westfalen, im badischen Lande und in ganz Schlesien, konnte man wütende Artikel gegen den Kirchenbau lesen und man verspürte den zunehmenden Druck und das Trommelfeuer, das alles nur ein Ziel hatte: die Verwerfung des angestrebten Schippacher Kirchenbaues; die Schippacher Kirche sollte und durfte nach dem fadenscheinigen Begehren der schippachfeindlichen Presse nicht fortgesetzt werden. Politische und theologische Fachblätter liehen ihre Spalten den Angriffen gegen den Schippacher Kirchenbau. Der Erfolg, den die Gegner von Schippach mit ihrer ungeheuerlichen Polemik landesweit erlangten, ließ noch andere Kirchenmänner auf dem Plan erscheinen, und gegen den Kirchenbau in Schippach, wenn auch nachträglich, Sturm laufen.

Trotz dieser materiell und formell nach jeder Hinsicht in Ordnung laufenden Behandlung der Bausache wurde der Bau, in den nach urkundlich verbürgerten Notizen bereits 350 000 Mark verbaut waren und die weiteren Mittel bereitstanden im Jahre 1916 eingestellt.

In der Inflation in der Weimarer Republik wurde das restliche gesammelte Geld wertlos.

1897 hörte Barbara Weigand den Herrn sagen: „denn es ist nicht für ein Jahr und nicht für diese Zeit allein, es ist für die Zukunft geschrieben“ Diese Aussage macht manches heute verständlicher, was damals noch rätselhaft und dunkel erscheinen mußte. 

 

 

Zum Schluss noch zwei letzte Offenbarungen

 

336 - Donnerstag am 4. Januar 1900

Jesus: „Es wird noch lange und noch viele Mühe kosten, bis Meine Kirche wieder auf den Standpunkt gestellt ist, von dem sie weggerückt war durch die Gottlosigkeit Meiner Kinder. Meine eigenen Kinder sind schuld, Meine Kinder sind die Ursache, daß Meine Kirche, die zwar niemals untergeht, deren Glanz aber verblichen ist und verbleichen wird, sooft Meine Kinder vom rechten Weg abweichen.

Denn sobald im Alten Bund die Bundeslade in die Hand der Feinde gefallen war und Ich dieses zuließ zur Strafe für Meine treuen Söhne, Mein auserwähltes Volk, mit dem Ich doch gerade so war, wie Ich jetzt bin mit Meiner Kirche, und nur dann erst dieses heilige Gezelt wieder in die Hände Meiner Kinder zurückkam, nachdem sie Buße getan hatten und gesühnt hatten ihr Unrecht, ebenso, wenn es auch immer wahr ist, daß Ich alle Tage bei Meiner Kirche bin bis zum Ende der Welt, und daß niemals die Pforten der Hölle sie überwältigen werden, ist und bleibt es ebenso wahr, daß, wenn Meine Kinder abgewichen sind vom rechten Weg, der Glanz verbleicht und sie in Hintergrund tritt, zur Strafe für Meine eigenen Kinder. Gestraft ist sie, nachdem sie im Glanz und in Üppigkeit und Reichtum gelebt, diese Meine jungfräuliche Braut, und stolz geworden ist. Stolz war sie geworden, Meine jungfräuliche Braut. Sie wollte Mich als ihren Bräutigam nicht mehr hochhalten; sie wollte nebenbei mit der Welt liebäugeln, und das verdroß Mich gar sehr, und sie mußte gestraft werden, sie mußte dieses fühlen.

Deswegen nahm Ich alle ihre Rechte hinweg, was mit der Welt sie in Verbindung setzen konnte. Sie mußte arm werden, so arm, daß sie mit Mir an das Kreuz steigen mußte und von fremder Hand mußte ernährt werden. Die Zeit ist vorüber, und es wird nicht mehr lange dauern, bis sie wieder auf den Glanzpunkt gerückt sein wird. Aber dazu brauche Ich noch Werkzeuge, die das Fundament bilden, worauf der Bau, der da zerbröckelt ist von außen her, die Mauer - das Gebäude Meiner Kirche ist Stein um Stein abgebrochen-, dieses Fundament muß aufgebaut werden auf heiligen Gliedern. Heilige müssen sich bilden, und Gott sei Dank, es gibt wieder solche.

Das neunzehnte Jahrhundert hat viele Heilige gezeugt und das zwanzigste Jahrhundert wird noch viel mehr erzeugen. Darauf, auf diesen Gliedern, die das Fundament Meiner Kirche sind, wird sie wieder emporsteigen, Meine jungfräuliche Braut, auf jene Höhe, von der die ganze Welt sie sehen wird, und jedermann wird ihre Schönheit und Größe anerkennen und bewundern. Darum, Meine Kinder, fürchtet nichts, alles, was Ich euch auftrage, bis ins Kleinste zu erfüllen. Alle, die Ich herbeiführe, glaubt nicht, daß ihr je Anerkennung finden werdet. Alle eure Mühen und Opfer, - sie werden, nachdem ihr sie gebracht, verschmäht werden. Doch werde Ich euch immer so viel Licht und Trost zukommen lassen, daß ihr nicht erliegt in all eurem Kummer und Sorgen. Dieses ist das geheimnisvolle Kreuz, das jedes Mitglied des Liebesbundes tragen muß. Wer einen anderen Weg sucht, ist kein Mitglied des Liebesbundes. Verachtung, Verspottung, Verdemütigung ist der Weg, auf dem ihr wandeln müßt. Darum wundert euch nicht, wenn Dinge vorkommen, die euch fremd sind, die ihr nicht versteht. Offen und frei den Glauben bekennen überall, wo ihr euren Fuß hinsetzt.“

 

 

1012 – Fest des heiligen Ignatius am 4. Februar 1912

Jesus: „Nicht in weiter Ferne liegt der Kampf, den die Hölle führt mit den Seelen der Menschen. Dieser Kampf ist jetzt in eurer Mitte. Mehr Menschenleben, als die blutigsten Revolutionen fordern, werden in diesem Kampf Satan unsterbliche Seelen geopfert. Alles, was in deinen Schriften dir diktiert wurde, deutet auf diese Zeit hin, in der ihr jetzt steht. Die Waffen, womit Satan seine Helfershelfer inspirierte, sind: Daß die Regierung alles erlaubt, was die guten Sitten untergräbt. Sie sorgt, daß nicht nur in den Städten, sondern auch auf dem Lande, ja, bis in das letzte Gebirgsdörfchen Vergnügungs- Erholungsheime sollen errichtet werden, baut Eisenbahnen in die entlegensten Gegenden.

Aber gerade diese Fürsorge um zeitliche Bequemlichkeiten benutzen Satan und seine Helfershelfer, die Menschen zu verweichlichen, und durch die Sucht nach Sinnlichkeit und Vergnügen versumpft das ganze Menschengeschlecht. Und weil die Katholische Kirche die Trägerin aller sittlichen Größe ist und nicht nur in ihren Lehren dem modernen Weltgeist entgegentreten muß, sondern auch durch ihre Helden, die lieben Heiligen, diese moralisch ganz versumpfte Weltanschauung verdammen muß, falls sie nicht mit dieser Welt zugrunde gehen will, darum jetzt in der ganzen Welt ein Aufschrei: Nieder mit der Katholischen Kirche! 

 

Jesus:

„Die Kirche in Schippach
wird gebaut werden als Zeichen des Sieges.

Wie sie trotz der welterschütternden Ereignisse doch gebaut wird, so soll aber auch mit ihrer Vollendung der Friede einziehen in die Welt.“

 

 

Von Msgr. Dr. Dr. Wilhelm Büttner †

(1885–1974), deutscher katholischer Geistlicher und Kirchenhistoriker.

Verfasser unzähliger Bücher, Schriften, urkundliche beglaubigte Niederschreibungen. Er hat wegen seines unermüdlichen Kampfes um die Wahrheit des Schippacher Kirchenbaues, seine Enthüllungen und urkundliche Beweisführung Herrn Bankoberinspektor (um 1920) und Vorstand des Schippacher Kirchenbauverein Dr. Hans Abel

DIE WAHRHEIT des Schippacher Kirchenbaues

ENTHÜLLUNGEN UND URKUNDLICHE BEWEISFÜHRUNG

Dogmatische und literarische Prüfung und urkundliche Zusammenstellung von Msgr. Dr.Dr. Wilhelm Büttner

Buch 1926 herausgegeben unter dem Titel:
Der Schippacher Kirchenbau. – Erstmals dogmatisch geprüft und urkundlich dargestellt.  
www.barbara-weigand.de/die_wahrheit.html

Weitere Informationen zur Sakramentskirche.
www.barbara-weigand.de/Sakramentskirche.html

 

 

Redaktion: Wolfgang Bastian, Deutschland
                   Stefan Mayer, Österreich
                   Raymond Marty, Schweiz

 

Manuskript als Sonderdruck Herbst 2018 zum Thema: Eucharistischer Liebesbund des göttlichen Herzens Jesu – Einen Damm bilden.

Den Auftrag nicht vergessen.

Der Finger GOTTES ist auf Schippach gerichtet.

 

Briefanschrift:
Sekretariat / Apostolat
Eucharistischer Liebesbund
Postfach 13 19
D-50364 Erftstadt

 

Der Fortbestand des Apostolates braucht Ihre finanzielle Unterstützung

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Spendenbescheinigung nicht möglich.

 

Herausgeber und verantwortlich: Wolfgang E. Bastian

Schriftenapostolat Barbara Weigand und Eucharistischer Liebesbund
Postfach 13 19 * 50364 Erftstadt

 

Verwendetes Schrifttum/Quellen:

Manuskript „Der Schippacher Kirchenbau“ 1926 von H. H. Prälat Msgr. DDr. Wilhelm Büttner u. a.

Buch „Die Seherin von Schippach - Enthüllungen über ihre Offenbarungen und ihr Werk“ 1916 von H. H. Dr. theol. Vitus Dr. Brander, Subregens am Priesterseminar in Würzburg.

Buch „Die Sakramentskirche in Schippach - zur Abwehr und Verteidigung“ 1916 von Dr. Hans Abel, Bankrat in München.

Buch „Das Problem von Schippach - und seine Behandlung in der gegnerischen Presse“ 1916 von

H. H. Pfarrer Hugo Holzamer, Mainflingen.

Weitere Dokumente und Schriftmaterial:  Sekretariat Schriftenapostolat Barbara Weigand und andere Quellen.

 

 

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Sakramentskirche in Schippach

Jesus zu Barbara Weigand am 12. Januar 1919
Nicht eher wird der volle Friede einziehen, bis auf der Kuppel der Sakramentskirche die goldene Monstranz erglänzt ...
Die Sakramentskirche muss gebaut werden.

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